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Nach erfolglosem Super Tuesday

Trump-Herausforderin Nikki Haley gibt auf

  • Aktualisiert: 06.03.2024
  • 17:18 Uhr
  • Lena Glöckner
Die Republikanerin Haley will sich aus dem parteiinternen Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur zurückziehen.
Die Republikanerin Haley will sich aus dem parteiinternen Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur zurückziehen.© Tony Gutierrez/AP/dpa

Donald Trump ging als klarer Favorit in die Präsidentschaftsvorwahlen der Republikaner. Seine letzte parteiinterne Konkurrentin schmeißt offenbar hin. Der Ex-Präsident wäre damit kaum noch zu stoppen.

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Die Republikanerin und einzige Trump-Herausforderin Nikki Haley plant offenbar, aus dem parteiinternen Rennen um die US-Präsidentschaft auszusteigen. Das berichteten das "Wall Street Journal" (WSJ) und CNN übereinstimmend. Sie wolle in einer Rede am Mittwochmorgen (6. März, Ortszeit) ihre Aufgabe verkünden, so das WSJ unter Berufung auf mit ihr vertrauten Personen. Haley würde damit den Weg freimachen für eine erneute Kandidatur des früheren Amtsinhabers Donald Trump.

Damit deutet derzeit alles auf eine Neuauflage des Duells zwischen Trump und dem aktuellen demokratischen US-Präsidenten Joe Biden hin, der für eine zweite Amtszeit antreten will und in seiner Partei keine ernstzunehmende Konkurrenz hat. Umfragen sagen voraus, dass der Zweikampf durchaus knapp ausgehen dürfte.

Im Video: Darum ist Trump bei den Republikanern so stark - Politik-Experte Görlach erklärt

Trumps Konkurrentin konnte ihren Gegner beim Vorwahl-Marathon nur im kleinen Bundesstaat Vermont im Nordosten der USA knapp schlagen. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Auszählung der Stimmen siegte die frühere US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen in dem liberalen Bundesstaat und holte nach Auszählung fast aller Stimmen gut 50 Prozent. Trump kam auf knapp 46 Prozent, die restlichen Stimmen fielen auf andere Kandidaten.

Trump gewinnt Staaten mit Leichtigkeit

Für Haley ist der Abend als große Enttäuschung zu werten. Nach ihrem bis dahin einzigem Vorwahlsieg am Sonntag (3. März) im liberalen Hauptstadtdistrikt Washington dürfte sie sich neuen Schwung für den Super Tuesday erhofft haben. Doch Trump fuhr einen Sieg nach dem anderen ein. Selbst im Bundesstaat Virginia, der im Norden an die US-Hauptstadt grenzt und in dem viele Menschen leben, die im demokratisch geprägten Washington arbeiten, war es nicht einmal knapp. In den Bundesstaaten, in denen am Super Tuesday die meisten Delegiertenstimmen zu holen waren, Texas und Kalifornien, gewann Trump ebenfalls mit Leichtigkeit

Haley hat Nachwahlbefragungen zufolge US-weit besonders bei Menschen mit höherem Bildungsabschluss und bei moderateren Republikanern gut abgeschnitten. Eine Umfrage unter Wähler:innen im US-Bundesstaat Virginia zeigte, dass viele Haley-Anhänger hauptsächlich für die ehemalige Gouverneurin des Bundesstaats South Carolina votierten, um gegen Trump zu stimmen. Diese Haley-Unterstützer:innen könnten Trump bei der Präsidentenwahl gefährlich werden, wenn sie am Ende für einen unabhängigen dritten Kandidaten oder gar für Biden stimmen sollten.

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Deutlich extremere Trump-Politik erwartet

Sollte Trump die Wahl gewinnen, dürfte seine Politik noch einmal deutlich extremer werden. Die weitere US-Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine steht dann außenpolitisch ebenso auf dem Spiel wie die Mitgliedschaft der USA in wichtigen internationalen Bündnissen wie beispielsweise der NATO.

Wer in den USA Präsidentschaftskandidat:in der Republikaner oder der Demokraten werden will, muss sich zunächst in parteiinternen Vorwahlen durchsetzen. Offiziell gekürt werden die Präsidentschaftskandidaten erst bei Parteitagen im Sommer. Die eigentliche Präsidentenwahl steht am 5. November an.

  • Verwendete Quellen:
:newstime

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