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In Fernseh-Interview

Premierministerin Liz Truss entschuldigt sich für Fehler

  • Veröffentlicht: 20.10.2022
  • 15:13 Uhr
  • afu
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© Daniel Leal/PA Wire/dpa

Großbritanniens Premierministerin Liz Truss hat sich in einem Interview für begangene Fehler in der Wirtschaftspolitik entschuldigt. Ihren Posten räumen will sie in nächster Zeit aber keinesfalls.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Liz Truss hat der BBC ein Interview gegeben.
  • Darin entschuldigt sich die britische Premierministerin für Fehler in der Wirtschaftspolitik.
  • Zuvor hatte sie den Finanzminister entlassen, sein Nachfolger hat den wirtschaftspolitischen Kurs radikal geändert. 

In Großbritannien brodelt es: Wenige Wochen nach ihrem Amtsantritt steht die neue Premierministerin Liz Truss unter Druck. Sogar die Diskussion über mögliche Nachfolger:innen oder Neuwahlen ist bereits entbrannt, erste Kolleg:innen aus den eigenen Reihen fordern bereits den Rücktritt der Politikerin

Truss ist sich dagegen sicher, im Amt zu bleiben und gibt sich in einem Interview, dass sie am Montag (17. Oktober) der BBC gab, optimistisch. "Ich werde die konservative Partei in die nächste Wahl führen", so Truss. Doch entschuldigte sich die 47-Jährige auch für die durch ihre Wirtschaftspolitik ausgelösten Turbulenzen.  

Britische Regierung ging "zu schnell zu weit"  

Ihre bisherige Amtszeit sei "nicht perfekt gewesen", so die Premierministerin im BBC-Interview. "Ich möchte Verantwortung übernehmen und mich entschuldigen für die Fehler, die gemacht wurden." Ihre Regierung sei "zu schnell, zu weit" gegangen. Der Kurs des britischen Pfunds war in den Keller gerauscht und die Zinsen in die Höhe geschossen, nachdem die Regierung enorme Steuersenkungen angekündigt hatte, deren Finanzierung aber unklar blieb.  

In der Folge habe sich Truss gezwungen gesehen, ihren Finanzminister und Verbündeten Kwasi Kwarteng aus dem Amt zu entlassen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Sein Nachfolger wurde der erfahrene Pragmatiker Jeremy Hunt, der am Montag eine 180-Grad-Wende in der Wirtschaftspolitik hinlegte - und fast sämtliche Kernversprechen der amtierenden Premierministerin zunichtemachte. 

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Truss: Vision müsse nun auf andere Weise umgesetzt werden 

Truss erklärte in dem Interview weiter, es wäre "unverantwortlich" gewesen, den Kurs nicht zu ändern. Sie stehe noch immer zu ihrem Kurs, das Wirtschaftswachstum des Landes anzukurbeln, doch werde das nun länger dauern. "Ich bleibe der Vision verpflichtet, aber wir werden sie auf andere Weise umsetzen müssen." 

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