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Mychajlo Podoljak

Selenskyj-Berater über Prigoschin: "Putin verzeiht niemandem seine eigene Angst"

  • Veröffentlicht: 24.08.2023
  • 16:35 Uhr
  • Stefan Kendzia

Jewgeni Prigoschin, Chef der Söldnergruppe Wagner, ist nach einem Flugzeugabsturz für tot erklärt worden. Anscheinend längst überfällig - denn Selenskyjs Berater, Mychajlo Podoljak, meinte zu "Bild", Prigoschin habe sein eigenes Todesurteil unterschrieben, als er vor exakt zwei Monaten mit seinen Söldnern Richtung Moskau marschiert ist.

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Putin und Angst? Man scheint dem Kreml-Diktator generell überhaupt keine Gefühle zuzutrauen. Allerdings soll der Marsch Prigoschins auf Moskau vor zwei Monaten für mächtig Wirbel im Kreml gesorgt haben - und auch für einen großen Schrecken bei Putin. Ein Zustand, der förmlich nach Rache schreit.

Prigoschins Meuterei hat zu Konsequenzen führen müssen

Hat der Marsch von "Putins Koch" Jewgeni Prigoschin tatsächlich Ängste im Kremlchef ausgelöst? Möglich, wenn man die Aussagen von Selenskyjs Berater Mychajlo Podoljak nachvollziehen mag. "Der Aufstand von Prigoschin im Juni hat Putin wirklich erschreckt". Ein ungeheuerlicher Vorgang, der zu Konsequenzen führen musste. Denn "Putin verzeiht niemandem seine eigene Angst."

Sollte es sich tatsächlich bestätigen - was zweifelhaft ist - dass Prigoschins Absturz ein gezielter Mordanschlag war, dann ist Podoljak der Meinung, handele es sich um eine "demonstrative Beseitigung" und "ein direktes Signal an die Eliten (...), dass die brutalen Morde an den "eigenen Leuten" in Russland beginnen". Ein Zeichen an alle - auch an die eigene Arme, dass "jede Illoyalität mit dem Tod bestraft wird".

Ein Teufel, der sich mit dem Teufel einlässt

Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag

Auch aus Deutschland sind ähnliche Töne zu vernehmen. FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und klare Putin-Gegnerin ist vom Tod Prigoschins alles andere als überrascht: "Dass Prigoschin seinen Angriff auf Putin mit dem Leben bezahlen wird, davon war auszugehen: Ein Teufel, der sich mit dem Teufel einlässt", sagte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag zu "RND". "Es zeigt aber auch, dass offensichtlich große Nervosität bei Putin und seinen Schergen im Kreml herrscht."

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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