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Ex-Außenminister

Sigmar Gabriel über US-Wahl: Würde Trump gewählt, gibt es niemanden, der ihn bremsen kann 

  • Veröffentlicht: 09.08.2023
  • 15:51 Uhr
  • Emre Bölükbasi
Laut Ex-Außenminister Gabriel drohen im Falle eines Wahlsiegs von Ex-US-Präsident Trump gravierende globale Folgen.
Laut Ex-Außenminister Gabriel drohen im Falle eines Wahlsiegs von Ex-US-Präsident Trump gravierende globale Folgen.© REUTERS

"Radikalisierte" Anhänger auf dem Kurs des "exzentrischen Populismus" - so beschreibt Ex-Außenminister Gabriel die Republikanische Partei unter Ex-US-Präsident Trump. Sollte der 77-Jährige die Wahl 2024 gewinnen, drohen laut Gabriel Gefahren für die ganze Welt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Ex-US-Präsident Trump könnte als Präsidentschaftskandidat der Republikaner bei der Wahl 2024 antreten.

  • Laut Ex-Außenminister Gabriel drohe durch eine mögliche Wahl Trumps eine Gefährdung für Europa und die NATO.

  • Der SPD-Politiker warnte eindringlich vor den möglichen Folgen einer zweiten Trump-Ära.

Ex-Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat eindringlich vor den globalen Folgen eines Wahlsiegs von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl 2024 gewarnt. "Würde Trump tatsächlich gewählt, gibt es niemanden mehr, der ihn bremsen kann", sagte er einem Bericht des "Focus" zufolge am Mittwoch (9. August) gegenüber dem "Stern".

"Er hat die Republikanische Partei radikalisiert und fast vollständig auf seinen Kurs des exzentrischen Rechtspopulismus gebracht", kritisierte Gabriel. Der 77-jährige Ex-Präsident mobilisiere seine Anhänger "wie kein Anderer". Der frühere deutsche Top-Diplomat rechnet Trump dabei "sehr gute Chancen" aus, "noch einmal als Präsidentschaftskandidat aufgestellt zu werden".

Mit Blick auf eine mögliche zweite Amtszeit für den Milliardär stellte Gabriel eine düstere Prognose auf. Trump werde wichtige Positionen mit "absolut loyalen Gefolgsleuten" besetzen. "Das ist seine Lehre aus seiner ersten Amtszeit."

Mögliche Trump-Wahl eine Gefahr für Deutschland und Europa?

Der Ex-Außenminister sieht in der möglichen Wahl Trumps auch für Europa und die NATO eine große sicherheitspolitische Gefahr. "Er könnte natürlich einfach die Finanzmittel kürzen und damit die NATO extrem schwächen. Europa stünde allein da", warnte der 63-Jährige. Mit Blick auf die Verteidigungskapazitäten Europas könne die Lage für Europa schwierig werden. Denn: Es werde "sicher noch zehn Jahre" dauern, bis sich Europa alleine verteidigen könne.

Der SPD-Politiker plädierte im Interview aus diesen Gründen für ein selbstständigeres Europa. "Es kommt darauf an, Europa wirtschaftlich, politisch und militärisch stärker werden zu lassen. Das muss das wichtigste außenpolitische Ziel Deutschlands sein", forderte er. Vor diesem Hintergrund müsse insbesondere das Verhältnis zum Nachbarland Frankreich wieder verbessert werden. 

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