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Ein Fall für den Staatsschutz

Sonneberg: AfD-Politiker soll Nazi-Parolen gebrüllt haben

  • Veröffentlicht: 31.05.2024
  • 16:06 Uhr
  • Stefan Kendzia
Das beschauliche Sonneberg ist nicht nur AfD-Hochburg, sondern Schauplatz eines Nazi-Parolen-Skandals.
Das beschauliche Sonneberg ist nicht nur AfD-Hochburg, sondern Schauplatz eines Nazi-Parolen-Skandals.© REUTERS

In der AfD-Hochburg Sonneberg kursieren Gerüchte. Ein AfD-Stadtrat soll in zwei Lokalen mit NS-Parolen aufgefallen sein. Er bestreitet die Vorwürfe.

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Die Polizei ermittelt gegen einen AfD-Stadtrat aus Sonneberg, weil er NS-Parolen gerufen haben soll. Es seien von Amts wegen zwei Anzeigen gegen den AfD-Politiker gestellt worden, bestätigte eine Polizeisprecherin laut Deutscher Presse-Agentur (dpa).

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Zwei NS-Parolen-Vorfälle im Frühjahr und Dezember 2022

Es handele sich dabei um zwei Vorfälle aus dem Frühjahr und Dezember 2022, sagte die Polizeisprecherin. Demnach soll der Politiker in einer Bar und in einem anderen Lokal NS-Parolen gerufen haben. Bei dem Tatverdächtigen soll es sich laut Nachrichten-Portal „Focus“ um Alexander Escher (Listenplatz 3) handeln. Konkret soll es sich um Vorfälle in der Gewölbe Bar und im Restaurant Dachshöhlen handeln, in dem der AfD-Politiker NS-Parolen geäußert haben soll, wie die Inhaber der Lokalitäten angegeben hatten. Sowohl Peter End, Inhaber des Restaurants, als auch Marcel Rocho, Inhaber der Bar, bestätigten ihre Angaben gegenüber „Focus“ mit einer eidesstattlichen Versicherung.

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"Dieser Vorfall bei mir im Restaurant [Dachshöhlen] ist seit anderthalb Jahren immer wieder mal Thema beim Stammtisch. Wir hatten damals, Anfang Dezember 2022, eine Weihnachtsfeier von einem kleinen Unternehmen mit sieben, acht Mitarbeitern. Mit den anderen Gästen, darunter viele Stammgäste, waren es insgesamt etwa 25 bis 30 Personen. An einem bestimmten Punkt des Abends ist Alexander Escher dann reingekommen und hat zum Gruß "Heil Hitler" geschrien, und zwar so, dass alle das hören konnten", schildert End die Szene. Nach einer Zurechtweisung habe er "Escher jedenfalls daraufhin aus dem Restaurant geworfen." Der Politiker bestreitet über seine Anwältin den Vorwurf Ends als "frei erfunden".

Dem AfD-Landesverband seien die Vorwürfe bekannt, sagte Pressesprecher Torben Braga. Das Parteimitglied sei um eine Stellungnahme gebeten worden und habe die Vorwürfe als unzutreffend zurückgewiesen. Deshalb werde der Politiker juristisch vorgehen, sagte Braga. 

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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