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Demos gegen Ampel-Politik

Pfeifkonzert und "Hau ab!"-Sprechchöre bei Habeck-Besuch in Nürnberg

  • Aktualisiert: 16.02.2024
  • 10:46 Uhr
  • Olivia Kowalak
Wirtschaftsminister Robert Habeck kassiert Buh-Rufe.
Wirtschaftsminister Robert Habeck kassiert Buh-Rufe.© Michael Kappeler/dpa

Bei seinem Besuch zum Bürgerdialog in Nürnberg musste Wirtschaftsminister Robert Habeck ordentlich Kritik einstecken. Die kam allerdings von den rund 350 Protestant:innen auf dem Hauptmarkt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Am Donnerstag besuchte der Grünen-Politiker Robert Habeck auf seiner Ländertour die Stadt Nürnberg.

  • Dort versammelten sich Demonstrant:innen, um mit lautem Pfeifen und "Hau ab"-Rufen gegen die Politik der Ampel zu demonstrieren.

  • Zuvor schon haben Bauernproteste beim Besuch Habecks in Thüringen auf sich aufmerksam gemacht.

Im Video: "Grünen Chefin Ricarda Lang in Bedrängnis - Angriff auf die demokratische Ordnung"

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hatte bei seinem Besuch in Nürnberg am Donnerstag keinen herzlichen Empfang. Wie die Deutsche Presse-Agentur am 15. Februar schrieb, wurde der Grünen-Politiker mit einem lauten Pfeifkonzert und "Hau ab!"-Sprechchören begrüßt. Habeck reiste zu einem Bürgerdialog in Nürnberg an. Dort wollte er sich am Abend für die Zeitung "Nürnberger Nachricht" den Fragen von Leser:innen stellen. 

Rund 350 Menschen hatten sich laut Polizei zu der Kundgebung am Hauptmarkt versammelt. "Schluss mit Reden. Jetzt Wirtschaft stärken" und "Wir brauchen Taten, keine Sprüche", hieß es auf den Plakaten der Versammlungsteilnehmer:innen.

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Bei seinem Besuch im Südwesten Thüringens am selben Tag versperrten Demonstranten mit Treckern einen Zugangsweg zu einem Werk des Nougatherstellers Viba. Auch dort trugen die Plakate der Bauern deutlichen Aussagen: "Zu viel ist viel" oder "Ampel ruiniert Landwirtschaft". Rund 50 Demonstranten behinderten Reporter:innen, die Habeck auf seiner Ländertour begleiteten, den Zugang zum Werk, hieß es. Vereinzelt riefen sie "Lügenpresse". Der Grünen-Minister sagte nach dem Werksbesuch: "Das ist jetzt, glaube ich, der normale Zustand, dass Bundesminister mit Protest empfangen werden. Ich kenne das seit einem Jahr, würde ich sagen."

Anders als am Vortag im baden-württembergischen Biberach verlief der Protest laut Polizei in Nürnberg weitgehend friedlich. Am Mittwoch hatten die Grünen eine Veranstaltung zum Politischen Aschermittwoch aus Sicherheitsgründen abgesagt. Vorausgegangen waren Proteste und Blockaden unter anderem von Landwirten.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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