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Was ist dran an Vier-Tage-Woche, Homeoffice und New Work?

Studie enthüllt: So glücklich sind die Deutschen mit ihren Jobs

  • Veröffentlicht: 15.04.2024
  • 14:48 Uhr
  • Lisa Apfel
Flexible Arbeitsmodelle scheinen deutschen Arbeitnehmer:innen wichtig zu sein.
Flexible Arbeitsmodelle scheinen deutschen Arbeitnehmer:innen wichtig zu sein.© Fabian Strauch/dpa

Wie zufrieden sind die Bundesbürger:innen mit ihrer Arbeit? Dieser Frage geht eine aktuelle Studie auf den Grund - mit beinahe verblüffend positiven Ergebnissen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Acht von zehn Deutschen sind glücklich in ihrem Job: Zu diesem Ergebnis kommt der "Work-Happiness-Report", der dem "Spiegel" vorab vorliegt.

  • Demnach spielen viele verschiedene Faktoren wie die Kolleg:innen oder die jeweilige Branche eine Rolle.

  • Und sogar zur heiß diskutierten Vier-Tage-Woche gibt es ein Ergebnis.

Sich jeden Morgen aus dem Bett zur ungeliebten Arbeit quälen: So sieht der Arbeitsalltag der meisten Deutschen einer neuen Studie zufolge tatsächlich nicht aus.

Laut des "Work-Happiness-Reports" von Awork und Appinio, der dem "Spiegel" vorab vorliegt, ist eine überraschend deutliche Mehrheit der Arbeitnehmer:innen in der Bundesrepublik nämlich glücklich mit ihrem Job.

"Arbeitsglück" in Deutschland steigt leicht an

Laut dem "Spiegel" gaben das in der repräsentativen Studie unter insgesamt 1.000 Befragten acht von zehn Teilnehmern an.

Dabei definiert die Studie "Arbeitsglück" nicht nur durch offensichtliche Faktoren wie etwa eine angemessene Bezahlung, sondern auch ein tieferes Gefühl der Erfüllung und des Sinns in der Arbeit. Demnach sind drei Dinge entscheidend: Sinnempfinden, Selbstverwirklichung und Gemeinschaftsgefühl.

Und dieses sogenannte "Arbeitsglück" hat sich hierzulande sogar verbessert: Es liegt im Durchschnitt bei 6,9 von 10 Punkten - eine Verbesserung um 0,2 Punkte im Vergleich zum Vorjahr.

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Studie zeigt: Vier-Tage-Woche macht Arbeitnehmer glücklicher

Die 10 und damit vollkommene Zufriedenheit mit dem Job gaben aber nur 9 Prozent der Befragten an. Am anderen Ende der Skala stehen jedoch noch weniger der befragten Arbeitnehmer:innen: Knapp 7 Prozent ordnen sich zwischen 0 und 3 auf der Skala ein, was ihre Arbeitszufriedenheit angeht.

Doch welche Faktoren trugen bei den zufriedenen Befragten zum Wohlbefinden bei? Die viel diskutierte Vier-Tage-Woche scheint hier tatsächlich einen positiven Effekt zu haben. Wie der "Spiegel" aus den Studienergebnissen zitiert, wiesen die Arbeitnehmer:innen, die dieses Arbeits-Modell nutzen, einen Glücks-Score von 7,6 auf.

Die Teilnehmer:innen, die die Vier-Tage-Woche nicht nutzen, lagen im Glücks-Ranking darunter: Diejenigen, die das Zeitmodell gewollt nicht nutzen, kamen auf 7,0. Die Befragten, die die Vier-Tage-Woche ungewollt nicht haben, sogar nur auf 6,9.

Insgesamt werden flexible Strukturen am Arbeitsplatz positiv gewertet: Acht von zehn Studienteilnehmer:innen, die die hybriden Arbeitsmodelle nutzen, zählen zu den glücklichen Arbeitenden.

Im Video: "Müssen wieder mehr arbeiten" - IW-Chef wehrt sich gegen Vier-Tage-Woche

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Team, Chef und Branche spielen wichtige Rolle

Die lieben Kolleg:innen machen so einiges bei der Job-Zufriedenheit aus. So sehen mit 56 Prozent über die Hälfte der Befragten in schlechten Vorgesetzten eine Verringerung der Zufriedenheit im Job. Dicht gefolgt von einer schlechten Teamkultur (48 Prozent) und fehlender Kommunikation (41 Prozent) am Arbeitsplatz.

Die Branche ist ebefalls nicht unwichtig für die Gesamtzufriedenheit am Arbeitsplatz. Die Tech-Branche liegt beispielsweise weit vorn im Zufriedenheits-Ranking: Sie bietet unter anderem flexible Gestaltungsmöglichkeiten.

Anders hingegen klassische Arbeitsfelder, etwa das Gesundheitswesen oder der Finanzsektor. Gründe dafür sind laut Studie unter anderem starre Strukturen.

Zufriedenheit im Job hat immer höheren Stellenwert

Die Studienergebnisse sind nicht unwichtig: Glücklichsein scheint im Job einen immer höheren Stellenwert zu bekommen. Immer mehr Arbeitnehmer:innen wären sogar bereit, auf einen Teil ihres Gehaltes zu verzichten, würden sie dafür mehr Arbeitsglück erhalten, gibt der "Spiegel" die Inhalte des Reports wieder.

Während im Jahr 2022 63 Prozent vom Gehalt nichts für mehr Glück abgeben wollten, sind das zwei Jahre später nur noch 23 Prozent.

Doch: Bei allen positiven Ergebnissen denkt ein Drittel der Studienteilnehmer:innen sehr häufig bis eher häufig ans Kündigen. Wieder ist hier ein Unterschied zwischen zufriedenen und unzufriedenen Arbeitnehmer:innen zu erkennen.

Unter denjenigen, die ein geringes Arbeitsglück verspüren, ist die Bereitschaft zum Job-Wechsel mit 68 Prozent mehr als doppelt so hoch als bei solchen, die glücklich mit ihrer Arbeit sind. Unter den spielen 27 Prozent mit dem Gedanken an eine Kündigung.

  • Verwendete Quellen:
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