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Vorstandschef Herzberg entlassen

Grobe Pflichtverletzungen:  Signa wirft Top-Manager raus

  • Veröffentlicht: 11.12.2023
  • 23:14 Uhr
  • Olivia Kowalak
Signa Holding entlässt nach Beantragung der Insolvenz Vorstandsmitglied und Chef von Signa Prime Selection AG und der Signa Development Selection AG, Timo Herzberg, fristlos.
Signa Holding entlässt nach Beantragung der Insolvenz Vorstandsmitglied und Chef von Signa Prime Selection AG und der Signa Development Selection AG, Timo Herzberg, fristlos.© Monika Skolimowska/dpa

Nachdem die Signa Holding von Milliardär René Benko mit Insolvenzen für Schlagzeilen gesorgt hatte, folgt nun der nächste Aufreger. Das Unternehmen hat den Vorstandschef Timo Herzberg fristlos entlassen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Signa Holding gab die Entlassung des Vorstandsmitgliedes Timo Herzberg bekannt.

  • Herzberg soll der Signa-Gruppe zufolge verdächtigt werden, grobe Verletzungen seiner Pflichten begangen zu haben.

  • Der Sanierer Erhard Grossnig übernehme die Funktion als Vorstandssprecher in den betroffenen Immobiliengesellschaften.

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Die Immobilien- und Handelsgruppe Signa hat den Vorstandschef der wichtigsten Teilgesellschaften aufgrund eines dringenden Verdachts auf grobe Verletzungen der Pflichten als Vorstandsmitglied entlassen.

Wie die Deutsche Presse-Agentur am Montagabend (11.12.) meldete, sei in außerordentlichen Aufsichtsratssitzungen der Signa Prime Selection AG und der Signa Development Selection AG deren Chef Timo Herzberg mit sofortiger Wirkung seiner Funktionen enthoben und außerordentlich sowie fristlos gekündigt worden. Dies teilte die von Milliardär René Benko gegründete Signa-Gruppe in Wien mit.

Der Sanierer Erhard Grossnig wird die Funktion als Vorstandssprecher in beiden Immobiliengesellschaften übernehmen, die saniert und restrukturiert werden sollen. Mehrere Signa-Konzerngesellschaften hatten zuletzt Insolvenz angemeldet.

Aufsichtsratschef: "Die Verdachtslage war eindeutig"

"Leider mussten wir diese Entscheidung treffen und diesen harten Schritt setzen", sagte der Aufsichtsratschef der beiden Gesellschaften, Österreichs Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer. "Die Verdachtslage war eindeutig und ließ den Aufsichtsräten keine andere Wahl", ergänzte er. Gerade in den herausfordernden Zeiten bedürfe es eines hundertprozentigen Vertrauens in die handelnden Personen und Geschlossenheit bei den Entscheidungen.

Die wichtigsten Immobilien und Bauprojekte im Signa-Portfolio gehören der Signa Prime – darunter das derzeit stillstehende Bauprojekt Elbtower in Hamburg, das KaDeWe in Berlin und Kaufhausimmobilien der Kette Galeria Karstadt Kaufhof. Signa Prime machte im Vorjahr rund eine Milliarde Euro Verlust und hatte Ende 2022 etwa 10,8 Milliarden Euro an Schulden. Signa Development schrieb einen Verlust von 316 Millionen Euro.

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  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
urn:newsml:dpa.com:20090101:240304-921-007697
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