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USA

Trump bleibt Zivilprozess wegen Vergewaltigungsvorwurf fern

  • Aktualisiert: 26.04.2023
  • 06:47 Uhr
  • Max Strumberger
Article Image Media
© José Luis Villegas/Pool AP/dpa

Weiterer juristischer Ärger für Ex-US-Präsident Donald Trump: Neben dem Prozess wegen mutmaßlicher Schweigegeldzahlungen an Stormy Daniels wird nun auch eine Klage wegen einer angeblichen Vergewaltigung verhandelt. An dem Prozess nimmt Trump allerdings nicht teil.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Frau wirft Donald Trump vor, sie vor Jahrzehnten vergewaltigt zu haben.

  • Jetzt startet der Prozess zu diesen schweren Vorwürfen.

  • Dabei liegt die vorgeworfene Tat so lange zurück, dass sie strafrechtlich bereits verjährt ist.

Im Video: Horrende Summen: So viel kassiert Trump für seine Reden

Ein Zivilprozess wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs gegen Donald Trump hat in Abwesenheit des früheren US-Präsidenten begonnen. Zum Auftakt des Verfahrens am Dienstag war der Republikaner wie erwartet nicht nach New York gereist. Nachdem am ersten Sitzungstag zunächst die zwölf Geschworenen gewählt wurden, begannen übereinstimmenden Medienberichten zufolge die Eröffnungsplädoyers in dem Fall.

Die US-Autorin Jean Carroll wirft Trump vor, er habe sie Mitte der 1990er Jahre in einem New Yorker Kaufhaus vergewaltigt. Der damals noch nicht als Politiker tätige Immobilienunternehmer weist die Anschuldigung zurück. Strafrechtlich sind die Vorwürfe verjährt, zivilrechtlich stand Carroll der Rechtsweg noch offen.

Anklägerin fordert Entschuldigung von Trump

Es wird geschätzt, dass der Prozess eine Woche dauern könnte. Trumps Anwalt Joseph Tacopina hatte gesagt, der ehemalige Präsident würde zwar gerne nach New York kommen, wolle der Stadt aber den großen logistischen Aufwand ersparen, der mit einer Reise in die Ostküstenmetropole und den zentralen Bezirk Manhattan verbunden wäre.

Carroll, die heute 79 Jahre alt ist, verlangt Entschädigung von Trump. Sie hatte den Vergewaltigungsvorwurf 2019 in einem Buchauszug öffentlich gemacht. Trump reagierte damals unter anderem mit der Bemerkung, Carroll sei nicht sein Typ. Er warf ihr auch vor, nur den Absatz ihres Buches ankurbeln zu wollen. Die Schriftstellerin klagte daraufhin gegen Trump - zunächst wegen Verleumdung, weil er sie als Lügnerin dargestellt habe. Ein neues New Yorker Gesetz machte zuletzt die Erweiterung um den Vorwurf der Körperverletzung möglich.

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Trump spricht von "Hexenjagd"

Die Stimmung in den USA bezüglich der rechtlichen Verfolgung Trumps ist aufgeheizt. Gegen den 76-Jährigen wird wegen einer Reihe möglicher Verbrechen ermittelt. Trump selbst stellt das Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden gegen ihn als politisch motivierte "Hexenjagd" dar. Er will erreichen, dass ihn die Republikaner als Kandidaten für die Präsidentenwahl 2024 aufstellen.

Anfang April wurde Trump als erster ehemaliger US-Präsident strafrechtlich angeklagt. Der Bezirksstaatsanwalt von Manhattan, Alvin Bragg, wirft ihm vor, mit Schweigegeldzahlungen an zwei Frauen versucht zu haben, seine Chancen bei der Präsidentenwahl 2016 zu erhöhen und damit gegen Wahlgesetze verstoßen zu haben.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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