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Nähe zu Russland

US-Bericht: Iran schickt Drohnen-Ausbilder auf die Krim

  • Veröffentlicht: 20.10.2022
  • 09:20 Uhr
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© Uncredited/Sepahnews via AP/dpa

Der Iran schickt anscheinend Drohnen-Experten auf die Halbinsel Krim. Sie sollen die russischen Soldaten im Umgang mit iranischen Drohnen ausbilden.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Iran hat wohl Ausbilder auf die Schwarzmeer-Halbinsel Krim geschickt, um Russen bei der Bedienung iranischer Drohnen zu schulen.
  • Das wird öffentlich als Zeichen für die wachsende Nähe zwischen Iran und Russland gewertet.
  • Die Ausbilder gehörten den Islamischen Revolutionsgarden an, die von den USA als terroristische Vereinigung eingestuft wurde.

Einem Bericht der "New York Times" zufolge hat Teheran Ausbilder auf die von Russland annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim geschickt, um Russen bei der Bedienung iranischer Drohnen zu schulen. Dieser Akt wird öffentlich als Zeichen für die wachsende Nähe zwischen Iran und Russland mit seinem Präsidenten Wladimir Putin gewertet.

Die "New York Times" beruft sich auf aktuelle und ehemalige Beamte, die mit Geheimdienstinformationen vertraut sein sollen. Russland hat eine Drohnenflotte aus Teheran erworben. Die iranischen Ausbilder sollten den Russen helfen, Probleme im Umgang mit den Flugobjekten zu bewältigen.

Drohnenangriffe in der Ukraine

In den vergangenen Tagen hat Russland verstärkt Drohnen iranischer Bauart auf die Energieversorgung der Ukraine, aber auch auf ukrainische Städte abgeschossen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den Einsatz iranischer Drohnen durch Russland als eine Bankrotterklärung Moskaus bezeichnet. "Der russische Hilferuf an Iran ist die Anerkennung des militärischen und politischen Bankrotts durch den Kreml", sagte er in einer abendlichen Videoansprache. Moskau und auch Teheran bestreiten das Rüstungsgeschäft mit den Drohnen.

Die USA sind gewarnt

Die iranischen Ausbilder operieren von einem russischen Militärstützpunkt auf der Krim aus, wo viele der Drohnen seit ihrer Lieferung aus dem Iran stationiert sein sollen. Die Ausbilder gehörten den Islamischen Revolutionsgarden an, die von den USA als terroristische Vereinigung eingestuft wurde.

Der ehemalige hochrangige Pentagon-Beamte und pensionierte CIA-Offizier Mick Mulroy sagte der "New York Times": "Die Entsendung von Drohnen und Ausbildern in die Ukraine hat den Iran tief in den Krieg auf russischer Seite verstrickt und Teheran direkt in Operationen verwickelt, bei denen Zivilisten getötet und verletzt wurden."

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