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US-Wahlkampf

Werbespot der Demokraten greift Trump als "verurteilten Straftäter" an

  • Aktualisiert: 19.06.2024
  • 16:38 Uhr
  • dpa
Jetzt wird Trumps Niederlage vor Gericht von den Demokraten genutzt - in einem Werbespot greift das Biden-Team den Ex-Präsidenten an.
Jetzt wird Trumps Niederlage vor Gericht von den Demokraten genutzt - in einem Werbespot greift das Biden-Team den Ex-Präsidenten an.© REUTERS

Wenige Monate vor der Präsidentenwahl in den USA verschärft das Wahlkampfteam von Präsident Joe Biden den Ton. Das Urteil gegen Trump in New York liefert dafür eine Steilvorlage.

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Inhalt

  • Straftäter Trump
  • Wahlkampagne, um Swing States auf Demokraten-Seite zu ziehen
  • Trump hat seine Verurteilung bisher nicht geschadet

In einem neuen Wahlwerbespot greift das Wahlkampfteam von US-Präsident Joe Biden den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump scharf an. Ausgenutzt wird das Urteil gegen Trump, das vor wenigen Tagen gesprochen wurde.

Im Video: Trump lockt Wähler mit teurem Trinkgeldversprechen

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Straftäter Trump

Bei der Wahl im November stünden sich ein "verurteilter Straftäter, der nur auf sein eigenes Wohl bedacht ist" und ein "Präsident, der sich für Ihre Familie einsetzt", gegenüber, heißt es in dem am Montag (17. Juni, Ortszeit) veröffentlichten Video - unterlegt mit Aufnahmen von Trump im Gerichtssaal.

Auch Trumps sogenannter "Mug Shot", das Polizeifoto, das im vergangenen Jahr bei der Anklage unter anderem wegen versuchten Wahlbetrugs im Bundesstaat Georgia aufgenommen wurde, wird eingeblendet. "Im Gerichtssaal sehen wir Donald Trump als das, was er ist", heißt es in dem Video weiter: "als Straftäter, der in 34 Fällen verurteilt wurde.

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Wahlkampagne, um Swing States auf Demokraten-Seite zu ziehen

Der Werbespot mit dem Titel "Character Matters" (Charakter zählt) ist nach Angaben der "New York Times" Teil einer 50-Millionen-US-Dollar-Kampagne für die umkämpften Swing States, also all jene Bundesstaaten, die weder Demokraten noch Republikanern fest zugerechnet werden können. In einer Mitteilung von Trumps Wahlkampfteam hieß es, das Video zeige erneut, dass es sich bei den Prozessen um Trump um "Scheinprozesse" handle, die dem Zweck der Wahlbeeinflussung dienten.

Trump hat seine Verurteilung bisher nicht geschadet

Trump war Ende Mai im Prozess um die Verschleierung von Schweigegeld-Zahlungen an eine Pornodarstellerin in allen 34 Anklagepunkten für schuldig gesprochen worden. Es ist das erste Mal in der US-Geschichte, dass ein ehemaliger Präsident wegen einer Straftat verurteilt wurde. Trump droht im schlimmsten Fall eine Gefängnisstrafe von bis zu vier Jahren. Wahrscheinlicher ist, dass die Strafe zur Bewährung ausgesetzt oder eine Geldstrafe verhängt wird. Trumps Anwalt hatte Berufung angekündigt.

Trump wird aller Voraussicht nach bei der Präsidentenwahl im November gegen den Demokraten und derzeitigen Amtsinhaber Joe Biden (81) antreten. Geschadet hat die Verurteilung ihm bislang nicht: In nationalen Umfragen liegt er derzeit knapp vor Biden.

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