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"Maybrit Illner"

Klingbeil hält Verhandlungen mit Putin derzeit für undenkbar

  • Aktualisiert: 22.03.2024
  • 11:00 Uhr
  • Rebecca Rudolph
Lars Klingbeil, SPD-Bundesvorsitzender, war zu Gast bei "Maybrit Illner".
Lars Klingbeil, SPD-Bundesvorsitzender, war zu Gast bei "Maybrit Illner".© Jörg Carstensen/dpa

Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil sieht derzeit keine Basis für Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über ein Ende des Ukraine-Krieges

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Äußerung von Rolf Mützenich über ein Einfrieren des Ukraine-Kriegs hat heftige Kontroversen ausgelöst.

  • SPD-Chef Klingbeil nimmt den Fraktionschef in Schutz.

  • Außerdem sagte Klingbeil, dass er derzeit keine Grundlage für Gespräche mit Putin über eine Beendigung des Ukraine-Krieges sieht. 

Lars Klingbeil, der Vorsitzende der SPD, sieht momentan keine Grundlage für Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über eine Beendigung des Ukraine-Krieges. "Ich selbst glaube gerade nicht, dass man sich mit Wladimir Putin an einen Tisch setzen kann", sagte Klingbeil am Donnerstagabend (21. März) in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Der SPD-Vorsitzende fügte hinzu, dass diejenigen, die darüber entschieden, die Ukrainer:innen seien. Russland führt seit mehr als zwei Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Im Video: SPD bezeichnet auf ihrem Parteitag eigene Russlandpolitik als Fehler

Möglichkeit, über Frieden zu verhandeln, muss bestehen

In der Sendung wurde unter anderem über kontroverse Äußerungen des SPD-Fraktionsvorsitzenden Rolf Mützenich bezüglich einer Einfrierung des Ukraine-Krieges diskutiert. Klingbeil verteidigte Mützenich gegen harte Kritik seitens der Koalitionspartner Grüne und FDP.

Er betonte, dass Mützenich dafür sorge, dass die SPD-Fraktion geschlossen hinter der Ukraine-Politik von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) stehe. Der Fraktionsvorsitzende habe in seiner Rede im Bundestag deutlich gemacht, dass die Ukraine im Kampf gegen Russland militärisch unterstützt werde, jedoch auch die Möglichkeit bestehen müsse, über Frieden zu verhandeln. "Und ich sage Ihnen, diesen Wunsch und diesen Bedarf gibt es. Und ich finde, man kann diese Debatten aushalten und man kann sie auch führen", betonte Klingbeil. Es sei kein Widerspruch, über die Lieferung von Waffen und zugleich Diplomatie zu reden.

Im Video: 50 Prozent der Deutschen halten Verhandlungen mit Putin für unmöglich

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Klingbeil: Unterstützung für die Ukraine bleibt

Der SPD-Vorsitzende versicherte, dass die deutsche Unterstützung für die Ukraine konstant und nachhaltig bleibe.

Es wird ganz sicher keine Situation geben, wo im Bundeskanzleramt, im Élysée-Palast oder im Weißen Haus über Gebiete in der Ukraine nachgedacht wird.

Lars Klingbeil, SPD

Ob und wann es zu Verhandlungen komme, entscheide die Ukraine.

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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