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Mehr als 200 tote Küken

Vogelgrippe bei Pinguinen auf Falklandinseln nachgewiesen

  • Veröffentlicht: 31.01.2024
  • 04:32 Uhr
  • Rebecca Rudolph
Bei Pinguinen wurde auf den Falklandinseln die Vogelgrippe nachgewiesen.
Bei Pinguinen wurde auf den Falklandinseln die Vogelgrippe nachgewiesen.© Benedikt von Imhoff/dpa

In der Antarktis wurde erstmals im Oktober die Vogelgrippe nachgewiesen. Nun sind auch Pinguine von dieser Krankheit betroffen. Expert:innen warnen vor verheerenden Folgen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Im Oktober wurde erstmals in der Antarktis die Vogelgrippe nachgewiesen.

  • Nun fallen auch Pinguine der Krankheit zum Opfer.

  • Die Regierung der Falklandinseln bereitet sich intensiv auf einen möglichen großflächigen Ausbruch vor.

Im Südatlantik breitet sich das Vogelgrippe-Virus weiter aus. Es habe zwei bestätigte Fälle unter Eselspinguinen auf der Insel Sea Lion Island gegeben, die zum britischen Überseegebiet gehört, bestätigte die Regierung der Falklandinseln.

"Weitere Ergebnisse stehen noch aus. Es gibt jedoch noch viele weitere Tiere, die unter ähnlichen Umständen sterben", teilte eine Sprecherin laut der Deutschen Presse-Agentur mit. Bisher seien mehr als 200 Küken und einige ausgewachsene Tiere tot gefunden worden.

Im Video: Seltenes Phänomen: Tote Robben mit Vogelgrippe in Dänemark infiziert

Bevölkerung bereitet sich seit Längerem auf H5N1-Virus-Ausbruch vor

Das beliebte Ausflugsziel Sea Lion Island ist seit dem 19. Januar für Besucher:innen gesperrt, ebenso Steeple Jason Island im Nordwesten.

Von diesem Standpunkt aus werden momentan Testergebnisse von Felsenpinguinen erwartet, wie die Sprecherin weiter mitteilte. Die Regierung der Falklandinseln hat in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung seit geraumer Zeit Vorbereitungen für einen möglichen großflächigen Ausbruch des H5N1-Virus getroffen. 

Jeder versteht die Bedeutung der Tierwelt auf den Inseln und weiß, dass es unsere Pflicht ist, so viel wie möglich zu tun, um sie zu schützen.

Regierungssprecherin der Falklandinseln

Wie die britische Zeitung "Guardian" berichtete, gibt es auch mindestens einen Verdachtsfall bei einem Königspinguin auf der Insel Südgeorgien, etwa 1.500 Kilometer von den Falklandinseln entfernt.

Im Video: Gefahr für Menschen steigt: Hunderte Robben sterben an Vogelgrippe

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Experten warnen: Einzigartiges Ökosystem der Antarktis bedroht

Kürzlich teilten britische Wissenschaftler:innen mit, dass sie erstmals die Vogelgrippe bei Säugetieren nahe der Antarktis entdeckt haben. Der Erreger wurde bei See-Elefanten und Seebären nachgewiesen. Bereits im Oktober 2023 war das Virus erstmals in der Region bei Braunen Skuas, einer Raubmöwenart, auf Bird Island nahe Südgeorgien identifiziert worden.

Expert:innen warnen davor, dass die Ausbreitung des Virus das einzigartige Ökosystem der Antarktis gefährdet. Ähnliche Nachweise von Vogelgrippe wurden auch in der Arktis gemacht, darunter bei einem toten Eisbären.

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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