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"Natürlich auch in Afrika"

Wagenknecht will Asylverfahren in Drittstaaten

  • Aktualisiert: 08.11.2023
  • 03:54 Uhr
  • Franziska Hursach
Die Politikerin Sahra Wagenknecht stimmt für eine Auslagerung von Asylverfahren bis nach Afrika.
Die Politikerin Sahra Wagenknecht stimmt für eine Auslagerung von Asylverfahren bis nach Afrika.© Soeren Stache/dpa

Sahra Wagenknecht sprach sich bei Maischberger für Asylverfahren in Drittstaaten aus. Die ehemalige Linken-Politikerin freut sich außerdem über zahlreiche Mitgliedschafts-Anfragen für ihre geplante Partei.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Sahra Wagenknecht will eine Verringerung der Asylbewerberzahlen erreichen.

  • Die Ex-Linke zeigte sich offen für Asylverfahren in Drittstaaten bis nach Afrika.

  • Die Politikerin kann sich scheinbar vor Interessent:innen für ihre neue Partei kaum retten.

Sahra Wagenknecht, die bis vor kurzem noch der Linken angehörte, hat sich offen für Asylverfahren in Drittstaaten gezeigt. Sie halte es durchaus für sinnvoll, "wenn man in Drittstaaten, die als sichere Drittstaaten gelten, Asylverfahren macht". Das sagte Wagenknecht in der ARD-Sendung "Maischberger". Gegen die Auslagerung von Asylverfahren bis nach Afrika zeigt die Ex-Linke keinerlei Bedenken.

Ja, natürlich auch in Afrika. Wer wirklich Asylanspruch hat, der sollte einen sicheren und legalen Weg nach Europa haben. Wer keinen Asylanspruch hat, der sollte keinen haben.

Sahra Wagenknecht

Wagenknecht führte weiter aus, dass Afrika immer genannt werde, dabei kämen die meisten Asylbewerber:innen zurzeit aus Syrien. "Da nützt es nichts, wenn man sichere Verfahren in Ruanda macht. Das ist ja auch ein bisschen am Thema vorbei." Die ehemalige Linken-Politikerin betonte, wie wichtig eine Verringerung der Asylbewerberzahlen sei. Die Menschen könnten nicht alle nach Deutschland kommen. "Wir sollten auch etwas dafür tun, dass bei ihnen zu Hause auch wieder Perspektiven entstehen."

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"Wollen keine Extremisten"

Wagenknecht ist aus der Linken ausgetreten und bereitet die Gründung einer eigenen Partei vor. Seitdem sie ihre Pläne bekannt gegeben hatte, könne sie allerdings kaum in ihr Mailpostfach schauen. Sie erhalte Tausende E-Mails von Menschen, die Mitglied in der Partei werden wollen.

"Wir werden uns angucken müssen, wer Mitglied werden kann. Wir wollen nicht Leute drin haben, die Extremisten sind." Ihre Partei werde daher langsam wachsen, was die Mitgliederzahl angehe.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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