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Weniger netto in der Tasche

Zusatzbeitrag der Krankenkasse soll 2025 um rund 0,7 Prozent steigen

  • Aktualisiert: 17.04.2024
  • 17:26 Uhr
  • Clarissa Yigit
Im kommenden Jahr soll der Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung steigen.
Im kommenden Jahr soll der Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung steigen.© Adobe Stock

Steigende Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung in den kommenden Jahren schmälern voraussichtlich das verfügbare Nettoeinkommen von Versicherten.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Beiträge für Sozialabgaben sollen voraussichtlich steigen.

  • So rechnen Expert:innen, dass der Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung von aktuell 1,7 auf mindestens 2,45 Prozentpunkte im Jahr 2025 steigen wird.

  • Grund hierfür sind die von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) angestrebten Reformen.

Die Menschen in Deutschland müssen sich aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren auf weniger Netto einstellen. Grund hierfür sind steigende Sozialabgaben.

Rentenbeitrag und Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung sollen steigen

So sollen nicht nur die Rentenbeiträge im Jahr 2026 steigen, wie die Ampel-Koalition mit dem Rentenpaket II beschlossen hat, sondern auch die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufgrund der Klinikreform von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).

Die bereits zum Jahresbeginn 2024 angekündigten Beitragserhöhungen der gesetzlichen Krankenkassen beinhalteten demnach "minimale Erhöhungen für eine bessere Medizin", zitierte die Deutsche Presse-Agentur (dpa) Lauterbach im Januar.

Im Video: Krankenhausreform - Lauterbach kündigt Transparenzgesetz an

Wie nun das "Handelsblatt" berichtet, soll der Zusatzbeitrag zur GKV laut internen Berechnungen des Dachverbands der Betriebskrankenkassen (BKK) von zurzeit 1,7 auf mindestens 2,45 Prozentpunkte im Jahr 2025 steigen - plus x.

"Wir müssen bei der Krankenversicherung zum Jahresanfang 2025 mit einem Beitragsanstieg von 0,5 Prozentpunkten rechnen und bei der Pflegeversicherung von 0,2 Punkten", erklärte Andreas Storm, Chef der Krankenkasse DAK-Gesundheit, bereits Ende März gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). So gebe es in beiden Sozialversicherungen eine "stärkere Ausgabendynamik" als bisher erwartet.

Bis Ende des Jahres sei demnach mit einem Defizit von bis zu 2,5 Milliarden Euro in der Krankenversicherung zu rechnen. Ebenso werde die Pflegeversicherung - anders als von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zugesagt - nicht mit den Beitragseinnahmen auskommen, sondern im Minus landen.

Im Video: Arbeitgeberpräsident Dulger kritisiert Rentenpaket der Ampel

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Darum steigen die Beiträge zur GKV

Grund für die Erhöhungen der Beiträge zur GKV seien die Reformen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. So soll zum einen die Vergütung bei Kliniken angepasst werden, um so ein Kliniksterben zu verhindern.

Zum anderen soll ein sogenannter Transformationsfonds eingerichtet werden. Dieser soll Kliniken finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um Investitionen tätigen zu können. Bis zum Jahr 2035 soll der Transformationsfonds mit rund 50 Milliarden Euro gefüllt sein, schreibt der "Merkur".

Diese Kosten sollen zur Hälfte von den Ländern gezahlt werden. Die andere Hälfte tragen die Krankenkassen - und damit die Versicherten. Damit die Krankenkassen allerdings ihren Beitrag von 25 Milliarden Euro (jährlich 2,5 Milliarden Euro) leisten können, werden diese daher vermutlich die Kassenbeiträge erhöhen.

:newstime
  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Merkur: "Weniger Netto vom Brutto: Krankenkassenbeiträge gehen 2025 durch die Decke"
  • Handelsblatt: "Krankenkassen erwarten 2025 bisher höchsten Anstieg der Zusatzbeiträge"
  • RND: "Kranken- und Pflegeversicherung: DAK erwartet Milliardenlöcher und kräftig steigende Beiträge"
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