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Weltblutspendetag

Wer darf, wer nicht und wie oft ist erlaubt? Das müssen Sie zum Blutspenden wissen

  • Veröffentlicht: 14.06.2023
  • 13:25 Uhr
  • Clarissa Yigit
Am Mittwoch (14. Juni) ist Weltblutspendetag. Freiwillige Spender:innen können mit ihrem Blut anderen Menschen das Leben retten.
Am Mittwoch (14. Juni) ist Weltblutspendetag. Freiwillige Spender:innen können mit ihrem Blut anderen Menschen das Leben retten.© Foto: Sven Hoppe/dpa

Am Mittwoch (14. Juni) ist Weltblutspendetag. Bereitwillige Spender:innen werden daher aufgerufen, ihr Blut abzugeben. 

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Sei es nach einer großen Operation, nach einem Unfall oder einer Krebserkrankung – es wird immer benötigt: Blut. Wer also aktiv helfen möchte, Leben zu retten, sollte zur Blutspende gehen - und das nicht nur anlässlich des Weltblutspendetags am 14. Juni.

Insbesondere im Sommer ruft der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) auf, sich Blut abzapfen zu lassen, damit "gefährliche Engpässe, wie sie beispielsweise während der Sommerzeit im letzten Jahr entstanden seien, unter allen Umständen vermieden würden", so BR24. Denn etwa jede:r Dritte sei einmal in seinem Leben auf ein Blutprodukt angewiesen. Doch darf wirklich jeder Blutspenden?

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Dies gilt es bei der Blutspende zu beachten:

Wer darf Blut spenden?

Zunächst ist für eine Blutspende ein Mindestkörpergewicht von 50 Kilogramm erforderlich. Zudem müssen die Spender:innen zwischen 18 und 72 Jahre alt sein – letzter Spendetermin ist daher ein Tag vor dem 73. Geburtstag.

Blutspender:innen, die zum ersten Mal ihr Blut abgeben, dürfen zudem nicht älter als 64 Jahre sein – bei Erstspender:innen über 60 Jahren erfolgt zudem die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Diese ist auch nötig bei Mehrfachspender:innen über 68 Jahre.

Wer darf kein Blut spenden?

Grundsätzlich kein Blut spenden dürfen Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen (beispielsweise Diabetes mellitus, bestimmte Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder HIV und bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen).

Frauen während der Schwangerschaft, nach der Geburt oder aber Menschen, die gerade viele Impfungen bekommen oder Auslandsreisen in Länder unternommen haben, in denen das Risiko beispielsweise für Malaria oder Hepatitis groß ist, sollten ebenfalls vorübergehend kein Blut spenden.

Ebenso wenig darf nach größeren Operationen oder bei Einnahme bestimmter Medikamente vorübergehend kein Blut abgegeben werden.

Menschen, die sich ein Piercing oder eine Tätowierung haben stechen lassen oder aber eine Akupunkturbehandlung oder kosmetische Behandlung hinter sich haben, sollten mindestens vier Monate bis zur nächsten Spende warten, um Infektionen auszuschließen.

Corona-Infizierte sollten ebenfalls bis mindestens zwei Wochen nach der vollständigen Genesung warten, bevor sie wieder Blut spenden.

Haben mögliche Spender:innen Erkältungssymptome, dürfen sie grundsätzlich kein Blut spenden. Das Gleiche gilt für Menschen, die krank oder arbeitsunfähig geschrieben sind.

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Vor und nach der Blutspende – was gilt es zu beachten?

Zunächst sollte ein Tag vor der Spende nicht zu fettig gegessen werden, da dies Einfluss auf die Qualität des Plasmas hat. Am Blutspendetag selbst sollte circa eine Stunde vor der Abnahme noch einmal etwas gegessen werden – ebenfalls nicht zu fettreich. Und natürlich auch danach.

Zudem sollten Spender:innen am Tag der Blutspende als auch nach dem eigentlichen Eingriff viel trinken (alkoholfrei).

Auch soll eine angemessene Ruhepause unter Aufsicht eingehalten werden.

Wie lange dauert die Blutspende?

Die Spende dauert in der Regel zehn Minuten – Erstspender sollten allerdings etwas mehr Zeit einplanen, da das Arztgespräch und die Blutspende an sich hier oftmals etwas länger braucht.

Wie oft darf im Jahr Blut gespendet werden?

Innerhalb eines Jahres dürfen Frauen viermal und Männer sechsmal ihr Blut abgeben.

Dabei muss der Zeitraum zwischen zwei Blutspenden mindestens 55 spendenfreie Tage betragen, da es so lange dauert, bis der Eisenverlust im Körper wieder ausgeglichen ist, schreibt der BSD. Bei Frauen dauere es sogar noch etwas länger.

Welche Dokumente benötigen die Spender:innen?

Zum Blutspendetermin muss der Spender oder die Spenderin einen gültigen Ausweis mit Lichtbild (zum Beispiel in Form eines Personalausweises) und den Blutspendeausweis mitbringen, um sich – aus gesetzlichen Gründen – auszuweisen.

Den Blutspendeausweis erhalten Spender:innen circa vier Wochen nach der ersten Blutspende mit der Post.

  • Verwendete Quellen:
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