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Millionenschaden

Fieser WhatsApp-Betrug: BKA-Chef warnt eindringlich

  • Aktualisiert: 04.04.2023
  • 17:12 Uhr
  • Joachim Vonderthann

Mit einer perfiden Betrugsmasche ergaunern Betrüger:innen in Messenger-Diensten wie WhatsApp Millionen von Euro. BKA-Chef Münch rät zur Vorsicht und gibt Tipps.

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Das Wichtigste in Kürze

  • BKA-Chef Münch warnt eindringlich vor einer Betrugsmasche in Messenger-Diensten wie WhatsApp.

  • Die Täter geben sich dabei als Bekannte oder Verwandte aus und fordern Geld.

  • Im Jahr 2022 ist dadurch ein Schaden von 22 Millionen Euro entstanden.

Die Täter und Täterinnen erschleichen sich in Messenger-Diensten wie WhatsApp das Vertrauen, indem sie sich als Verwandte und Bekannte ausgeben. Wenn dieses Ziel erreicht ist, verlangen sie Geld - und bekommen es in vielen Fällen auch. Jetzt hat der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, eindringlich vor der Betrugsmasche gewarnt.

WhatsApp-Betrug: BKA-Chef Münch warnt

Allein in den ersten acht Monaten 2022 habe die Polizei 40.000 solche Betrugsfälle registriert, mit einem Schaden von insgesamt 22 Millionen Euro, sagte der BKA-Chef den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (4. April). Die Täter seien in 30 Prozent der Fälle erfolgreich gewesen.

Münch beschreibt das Vorgehen der Betrüger:innen folgendermaßen: "Hier erhalten die Betroffenen von einer unbekannten Nummer eine Chat-Nachricht von einem vermeintlich vertrauten Absender mit dem Hinweis: "Mein altes Handy ist kaputt, dies ist meine neue Handynummer, lösche die alte und speichere die bitte ab. Doch dahinter steckt ein Krimineller."

Der Täter baue Vertrauen auf. Laut BKA werden Opfer teils konkret mit "Mama" oder "Papa" angesprochen. Münch weiter: "Und irgendwann kommt die Nachricht, man müsse dringend Rechnungen bezahlen, aber das eigene Online-Banking funktioniere aufgrund des neuen Handys noch nicht. Das Ziel: eine Überweisung an die Täter."

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Täter geben sich als Verwandte aus

Das BKA rät in einem Warnhinweis Betroffenen dazu, auf keinen Fall auf die Geldforderungen einzugehen. Vielmehr solle man Angehörige unter der bekannten "alten" Rufnummer kontaktieren und überprüfen, ob tatsächlich ein Nummernwechsel stattgefunden habe. Auch sollte man nicht auf weitere Kontaktversuche der "neuen" Nummer eingehen und unbekannte Rufnummern nicht als Kontakt auf dem Handy speichern.

Sollte man bereits Opfer der Betrugsmasche geworden sein, solle man auf keinen Fall weitere Geldbeträge überweisen, rät das BKA weiter. Betroffene sollten Strafanzeige bei der Polizei stellen und versuchen über die eigene Bank, bereits getätigte Überweisungen aufzuhalten oder rückgängig zu machen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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