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Pilot:innen der Lufthansa-Tochter legen die Arbeit nieder

Wieder Streik bei Eurowings: Viele Flüge fallen aus

  • Veröffentlicht: 17.10.2022
  • 08:28 Uhr
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© Sascha Thelen/dpa

Die Eurowings-Pilot:innen haben ihren zweiten Streik innerhalb kürzester Zeit begonnen, was zahlreiche Flugausfälle mit sich bringt. Dabei gibt es trotz des dreitägigen Arbeitskampfes zumindest teilweise Entwarnung.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei Eurowings hat der nächste Pilotenstreik begonnen.
  • Den Passagieren drohen zahlreiche Flugausfälle.
  • Doch viele haben offenbar Glück im Unglück.

Im Video: EuGH stärkt Fluggastrechte: Entschädigung bei verspäteten Anschlüssen

Wie angekündigt sind die Pilot:innen der Fluggesellschaft Eurowings am Montagmorgen in einen dreitägigen Streik getreten. Der Arbeitskampf habe wie geplant begonnen, sagte ein Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC). Es sei kein weiteres Angebot vorgelegt worden. Die Lufthansa-Tochter geht davon aus, dass trotz des Arbeitskampfes von den rund 400 am Montag geplanten Flügen mehr als 230 stattfinden. Auch für Dienstag und Mittwoch rechnet Eurowings damit, mehr als die Hälfte des geplanten Flugprogramms durchführen zu können. Es handelt sich um den zweiten Pilotenstreik bei Eurowings innerhalb weniger Wochen.

EUROWINGS-PILOT:INNEN ERNEUT IM STREIK

Besonders hart getroffen von dem Streik wurde zunächst der Flughafen Düsseldorf. Dort wurden nach Angaben des Airports von Eurowings bereits vor dem offiziellen Streikbeginn 102 der für Montag geplanten 171 Eurowings-Flüge abgesagt. In Köln/Bonn wurden 43 Verbindungen gestrichen, in Stuttgart 40 Starts und Landungen annulliert.

Die Vereinigung Cockpit hat die Eurowings-Piloten aufgerufen, von Montag 00.00 Uhr bis einschließlich Mittwoch (19.10.) ihre Arbeit niederzulegen. Als Grund nannte die Gewerkschaft das unzureichende Angebot der Arbeitgeberseite zum Manteltarifvertrag. Ihr geht es in dem Konflikt um bessere Arbeitsbedingungen. Eine zentrale Forderung ist die Entlastung der Angestellten beispielsweise durch eine Reduktion der maximalen Flugdienstzeiten.

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EUROWINGS EUROPE NICHT BETROFFEN

Dass Eurowings trotz des Streiks auf mehr als die Hälfte der geplanten Flüge setzt, liegt unter anderem daran, dass die Maschinen der österreichischen Tochter Eurowings Europe nicht vom Arbeitskampf betroffen sind. Sie fliege "unter Volllast", hieß es. Auch die Airline Eurowings Discover, die von Frankfurt und München aus operiert, ist nicht vom aktuellen Streikaufruf der VC betroffen. Außerdem setze die Lufthansa-Tochter Flugzeuge von Partnergesellschaften ein, die auch sonst einen Teil der Flüge durchführen, hieß es.

ENTTÄUSCHTE KUNDEN STATT BESSERES ANGEBOT?

Des Weiteren werde erwartet, dass zahlreiche Pilot:innen der Eurowings Deutschland trotz des Streikaufrufs zum Dienst antreten, erklärte Eurowings. Die Fluggesellschaft habe zuletzt in internen Meetings sehr deutlich gemacht, dass das bis zum Streik angebotene Entlastungspaket mit zehn zusätzlichen freien Tagen im Jahr bei drei Stunden verringerter Wochenarbeitszeit die Grenze des wirtschaftlich Vertretbaren erreiche, teilte Eurowings mit. Die Vereinigung Cockpit werde kein noch besseres Angebot erstreiken können, sondern mit ihrem Kurs nur zu erneuter Kundenenttäuschung und weiteren Millionenschäden beitragen, warnte die Lufthansa-Tochter.

Die Flugpläne für Dienstag und Mittwoch sollen veröffentlicht werden, sobald klar ist, wie viele Piloten sich trotz des Streikaufrufs zum Flugdienst melden. Die Fluggäste wurden gebeten, sich über die Webseite oder die Eurowings Kunden-App fortlaufend über den Status ihres Fluges auf dem Laufenden zu halten.

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