"Spotlight" – Die Handlung

Mit der Einstellung von Marty Baron als neuem Chefredakteur des "Boston Globe" steht die Tageszeitung vor ihrer größten Enthüllungsstory. Gemeinsam mit seinem hauseigenen Journalisten-Team "Spotlight", das sich aus Walter Robinson, Michael Rezendes, Sacha Pfeiffer, Matt Carroll und Ben Bradlee Jr. zusammensetzt, deckt Baron nach und nach den sexuellen Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche in Boston auf.

Je weiter die "Spotlight"-Gruppe recherchiert, desto tiefer gerät sie in den Sumpf der Missbrauchsfälle, in den am Ende auch Walter Robinson verstrickt ist.

Nicht der typische Blockbuster

Auch wenn "Spotlight" mit Mark Ruffalo, der den heißspornigen Journalisten Michael Rezendes spielt, und Michael Keaton, welcher in die Rolle der Reporterlegende Walter Robinson schlüpft, gleich zwei Branchengröße vor die Kamera schickt, erwartet den Zuschauer kein vorhersehbarer Hollywoodstreifen.

Der Film verzichtet weitestgehend auf dramaturgische Übertreibungen, bleibt dafür stattdessen dem Sujet entsprechend trocken. Das liegt vor allem daran, das "Spotlight" auf einer wahren Geschichte basiert, die aufgrund ihres explosiven Stoffes noch bis heute in den USA nachwirkt.

Reaktionen der Kirche

Obwohl Thomas McCarthy in "Spotlight" mit der katholischen Kirche hart ins Gericht geht, bekam er von dieser für seine Arbeit auch sehr viel Zuspruch.

So würdigte Seán Patrick O'Malley des Erzbistums Boston McCarthys Mut, die Kirche mit ihrer düsteren Vergangenheit zu konfrontieren.

Lob gab es auch von höchster Instanz: Auf dem offiziellen Radiosender des Vatikans wurde der Dokumentarspielfilm als "ehrlich" und "dringend" beschrieben. Durchgehend positiv waren auch die Reaktionen vonseiten der Kritiker. So wurde "Spotlight"  als "Bester Film" für einen "Oscar" nominiert. Weitere Nominierungen gab es unter anderem auch für Regisseur Tom McCarthy sowie für Mark Ruffalo und Rachel McAdams.