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Nominierung als "Beste Hauptdarstellerin"

So stehen die Oscar-Chancen für Sandra Hüller: Den César hat sie schon in der Tasche

  • Aktualisiert: 02.03.2024
  • 10:15 Uhr
  • (stk/spot)
Die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller kann dieses Jahr auf einen Oscar hoffen. 
Die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller kann dieses Jahr auf einen Oscar hoffen. © Imago Images/APress

Ob die Entscheidungsträger der Academy Awards per Münzwurf entscheiden mussten, für welche ihrer eindrucksvollen Darbietungen Sandra Hüller (45) die Oscar-Nominierung in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" erhalten soll? Neben dem französischen Justizfilm "Anatomie eines Falls", für den ihre Nominierung letztendlich eintrudelte, hätte dies ebenso gut für Hüllers Rolle im britischen KZ-Drama "The Zone Of Interest" erfolgen können.

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Sandra Hüller gewinnt den César

+++ Update vom 27. Februar +++

Sandra Hüller wurde nicht nur bereits mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet und hat eine Oscar-Nominierung erhalten, nun wurde sie auch mit dem berühmten französischen Filmpreis César für ihre Rolle im Film "Anatomie eines Falls" (2023) geehrt. Sie wurde in der Kategorie "Beste Schauspielerin" ausgezeichnet. Ob sie nach diesem Erfolg wohl auch bei der Oscar-Verleihung als Siegerin in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" hervorgehen wird? Das zeigt sich in der Nacht vom 10. auf den 11. März, wenn die Academy Awards zum 96. Mal vergeben werden.

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Sandra Hüller: Der neue Stern am Oscar-Himmel?

Im Film von Jonathan Glatzer (54), der am 29. Februar in die deutschen Kinos kommt, spielt Hüller Hedwig Höß, die Frau des Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß. Noch beim Europäischen Filmpreis im vergangenen Jahr ließ man es sich nicht nehmen, die Ausnahmeschauspielerin für ihre Hauptrollen in beiden Filmen zu nominieren: Hüller schlug dank "Anatomie eines Falls" ihre vier Mitbewerberinnen - und sich selbst.

Nur einen Tag später wurde sie von der Los Angeles Film Critics Association mal eben zur "Schauspielerin des Jahres" gekürt, ehe sie trotz dieser Auszeichnung bei den Golden Globes den Kürzeren zog. An ihrer Stelle durfte schließlich Lily Gladstone (37) dank Martin Scorseses (81) "Killers Of The Flower Moon" den Preis in Empfang nehmen.

Was bedeutet das für die Oscar-Chancen?

Hüllers Chancen auf eine Oscar-Nominierung standen dank "The Zone Of Interest" und "Anatomie eines Falls" also großartig. Ohne allzu pessimistisch in Richtung der tatsächlichen Oscarverleihung in der Nacht vom 10. auf den 11. März zu blicken, so muss dennoch festgehalten werden, dass sie eher Außenseiterchancen auf den Sieg hat.

Zum einen könnte mit Gladstone die erste indigene Person einen Oscar als "Beste Hauptdarstellerin" gewinnen, was in den USA ein wichtiges politisches Statement darstellen würde. Zum anderen hat sich zuletzt "Poor Things"-Hauptdarstellerin Emma Stone (35) immer bessere Chancen bei den Buchmachern erarbeitet. Sollte sich Hüller gegen diese beiden Favoritinnen - sowie gegen die weiteren Konkurrentinnen Carey Mulligan (38, "Maestro") und Annette Bening (65, "Nyad") - durchsetzen, so wäre das durchaus eine kleine Sensation.

Wenn es am Ende nicht für einen Goldjungen für Hüller reicht, so ist es immerhin unwahrscheinlich, dass ihre beiden Werke völlig leer ausgehen werden. "Anatomie eines Falls" und "The Zone Of Interest" sind jeweils für fünf Oscars nominiert, darunter beide in den Kategorien "Bester Film" und "Beste Regie". Auch bei "Bestes adaptiertes Drehbuch" ("The Zone Of Interest") und "Bestes Originaldrehbuch" ("Anatomie eines Falls") sind sie im Rennen.

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Es wäre ein historischer Triumph

Sollte die "Beste Hauptdarstellerin" 2024 doch Sandra Hüller heißen, ginge eine beinahe 100 Jahre währende Durststrecke vorüber. Einstmals wurde die im heutigen Berlin geborene Marlene Dietrich (1901-1992) für ihre Rolle in "Marokko" in dieser Kategorie nominiert, sie musste sich allerdings der Kanadierin Marie Dressler geschlagen geben.

Wesentlich mehr Glück hatte Luise Rainer (1910-2014), die in Düsseldorf das Licht der Welt erblickte: Sie erhielt die renommierte Auszeichnung gar in zwei aufeinanderfolgenden Jahren - 1936 für "Der große Ziegfeld" und 1937 für "Die gute Erde". Bis heute ist Rainer die einzige deutsche Schauspielerin, die den Oscar gewinnen konnte - vielleicht aber nur noch bis März ...

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