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Primitiver Menschenfresser oder Held des Märchenlandes?

Oger: Wie ähnlich ist Shrek dem Fabelwesen wirklich?

  • Veröffentlicht: 05.07.2024
  • 14:49 Uhr
  • Peter Falan Picha
In "Shrek - Der tollkühne Held" rettet der grüner Oger die vom Drachen bewachte Prinzessin.
In "Shrek - Der tollkühne Held" rettet der grüner Oger die vom Drachen bewachte Prinzessin.© picture alliance/United Archives

Spätestens seit dem Animationsfilm "Shrek - Der tollkühne Held" ist das Fabelwesen Oger den meisten Leuten ein Begriff. Aber wusstest du, dass die menschenähnliche Kreatur schon viel früher in der Literatur aufgetaucht ist?

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Das Wichtigste in Kürze

  • Oger sind Märchenfiguren, die ihren Ursprung in den Geschichten des französischen Schriftstellers Charles Perrault haben.

  • Früher galten sie als furchteinflößende Menschenfresser, die am liebsten kleine Kinder verspeisen.

  • Seit den Animations-Filmen rund um den Oger Shrek werden sie heute eher als sympathische und humorvolle Wesen dargestellt.

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Der literarische Ursprung der Oger

Der Begriff Oger ist vom französischen Wort "ogre" abgleitet und bedeutet übersetzt so viel wie "Unhold" oder "Menschenfresser". Die Figur des Ogers tauchte das erste Mal in zwei Geschichten des 1697 erschienenen Sammelbandes "Geschichten meiner Mutter Gans" von Charles Perrault auf:

  1. In der französischen Version von "Der Gestiefelte Kater" fällt der Oger der List des Katers zum Opfer. Er überzeugt ihn, sich in eine Maus zu verwandeln. Als er das macht, wird er vom Kater gefressen.
  2. Doch nicht nur auf den Gestiefelten Kater fällt er herein. In "Der kleine Däumling" will der Oger-Vater die Brüder des Däumlings verspeisen. Der Däumling durchschaut die Absichten des hungrigen Ogers und vertauscht die Kopfbedeckungen seiner Brüder, mit denen der Oger-Tochter. Am Ende frisst der Oger dann seinen eigenen Nachwuchs.

Was auffällt: Nicht ohne Grund tauchen die beiden Märchenfiguren neben dem grünen Oger Shrek in den "Shrek"-Filmen auf. Sie alle haben ihren Ursprung beim französischen Autor Perrault.

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Die wichtigsten Fakten über Oger

👹 Aussehen: Die Darstellung der Ogers ist je nach literarischer Vorlage sehr unterschiedlich. So können sie gerne Mal mehrere Köpfe, Arme oder Beine haben. Zwei Dinge werden ihnen in der Regel aber immer zugeschrieben: eine menschen-ähnliche Statur und eine hässliche Missgestaltung.

📏 Größe: Oger sind mit Riesen verwandt und erreichen oftmals eine Höhe von drei Metern.

👩‍🦰 Frisur: Während Shrek mit einer Glatze leben muss, haben die meisten Oger in den Geschichten flammenrotes Haar. Seine Frau Fiona entspricht somit mehr der klassischen Vorlage als er selbst.

👗 Kleidung: Oger tragen oftmals primitive Kleidung und schmücken sich mit den Knochen ihrer Opfer. Zudem tragen sie plumpe Waffen wie Holzknüppel oder Keulen bei sich. Am ehesten lassen sie sich daher mit der Vorstellung von Steinzeit-Menschen vergleichen.

🏠 Lebensraum: Während Shrek mit seiner Familie im Sumpf haust, halten sich die originalen Märchenfiguren in dunklen Gemäuern oder Ruinen auf. Vereinzelt sind sie auch im Wolkenreich der Riesen anzutreffen.

🪄 Fähigkeiten: Einige der Kreaturen besitzen sogar Zauberkräfte und könnten ihre Gestalt wechseln. Außerdem gelten Oger als unsterblich, denn ihre Seele befindet sich außerhalb ihres Körpers in einem sicheren Versteck.

Der moderne Oger: Die Menschenfresser heute

In früheren Märchen und Sagen spielten Oger neben Trollen und Riesen eher eine Nebenrolle. Heutzutage sind sie populärer denn je! Für ihren neuen Kult-Status sorgte vor allem der im Jahr 2001 veröffentlichte Animationsfilm "Shrek - Der tollkühne Held", in dem der sonst garstige Oger Shrek (gesprochen von Mike Myers) zum Helden der Geschichte wurde, indem er die Prinzessin Fiona (Cameron Diaz) vor dem Drachen und dem bösem Lord Farquaad (John Lithgow) beschützte.

Den schlechten Ruf als furchteinflößender Menschenfresser wurde der Oger also fürs Erste los. In den Medien werden die Fabelwesen seitdem eher als tollpatschige und sympathische Riesen dargestellt.

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Häufige Fragen zu Ogern

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