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Galileo

Der Weg der Avocado

Staffel 2014Episode 12408.05.2014 • 19:05

Powerfrucht vom Baum: Die Avocado wird in Brasilien angebaut und hat einen langen Weg vor sich, bevor sie in den deutschen Supermärkten landet. Wir zeigen Ihnen das süße Geheimnis der Vitaminbombe.

Die Geschichte der Avocado

Die Avocado hat ihren Ursprung in Mexiko, wo sie bereits seit vielen hundert Jahren in allen möglichen Varianten verspeist wird. Den Weg nach Europa schaffte die kleine Frucht schon vor gut 500 Jahren, als spanische Seefahrer sie auf ihren Schiffen mitbrachten. In Deutschland kann man die Avocado erst seit den 1950er Jahren großflächig in Supermärkten kaufen. Es gibt sie in verschiedenen Farben – schwarz und grün. Diese Farben hängen mit dem Reifegrad der Früchte zusammen. Bevor die Avocado geerntet werden kann, müssen in einem Labor verschiedene Stichproben untersucht werden. Die Avocado macht es den Plantagenbesitzern und Erntehelfern nämlich schwer: Nur mit dem Auge lässt sich nicht erkennen, ob die Früchte erntereif sind oder nicht. Um den optimalen Erntezeitpunkt zu bestimmen, ist es notwendig den Fettgehalt in der Frucht zu messen. Nur wenn dieser bei 23 % liegt, kann und sollte mit der Ernte begonnen werden. Falls die Avocados zu früh geerntet werden, können sie später nicht mehr nachreifen. Übrigens: Heute gibt es viele große Avocado-Plantagen in Brasilien, Afrika und anderen Ländern, auf denen die Früchte immer von Hand geerntet werden – auf Bäumen, die bis zu vier Meter hoch werden können.

Von der Plantage in den Supermarkt

Die Avocado liegt derzeit voll im Trend und neben süßen Avocado-Desserts lassen sich mit ihrer Hilfe zahlreiche tolle Rezepte verwirklichen. Bevor wir die Avocado kaufen können, müssen die Früchte aber erst nachreifen. Denn am Baum selbst können die Avocados nicht reifen. Erst wenn sie gepflückt werden, dunkeln die Früchte nach und werden genießbar. Je dunkler und weicher sie sind, umso voller sind sie im Geschmack. Grüne und harte Avocados eignen sich entsprechend eher weniger zum Verzehr. Bei der Vorbereitung für den Transport nach Europa werden die Früchte zudem mit Chemikalien behandelt, damit sie unempfindlich gegenüber Schimmel- oder Pilzbefall werden. Ebenfalls typisch: Avocados erhalten eine Wachsschicht, die nicht nur dafür sorgt, dass die Früchte im Supermarkt toll aussehen, sondern die außerdem einen gewissen Schutz bietet. Da Avocados ohnehin ohne Schale gegessen werden, ist das ganze Verfahren absolut unbedenklich und beeinträchtigt den Geschmack der Avocado nicht.

Geschmack und Rezepte mit Avocados

Während wir die Avocado hierzulande vor allem als Ersatz für Butter auf unserem Frühstücksbrötchen nutzen oder köstliche Guacamole aus ihr herstellen, sind in anderen Ländern deutlich mehr Rezepte bekannt. Das Avocado-Restaurant von Amsterdam verwendet beispielsweise für jedes der Gerichte, das in seiner Speisekarte steht, Avocado als eine der wichtigsten Zutaten. Für Saftrezepte, Nachspeisen, Aufstriche und Pestos eignet sich die Frucht außerdem. Doch nicht nur das: Auch im Bereich der Kosmetik sowie bei der Herstellung von Arzneimitteln wird mittlerweile auf die Powerfrucht zurückgegriffen.