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Hinter den Kulissen der Discounterkette TK Maxx

Folge 36 Staffel 2017

Topmarken zum kleinen Preis! Das verspricht die US-Billigkette TK Maxx. Doch wie kann das sein? Wie funktioniert das erfolgreiche Unternehmen wirklich?

06.02.2017 19:05 | 14:05 Min | © ProSieben

Nach allerlei anderen Outlet-Stores ist TK Maxx für viele Shopping-Queens das Größte. TK Maxx ist ein Teil der TJX Europe, einem eigenständigen Firmenbereich der TJX Companies Inc. aus den USA. Bei einem Bummel durch das riesige Angebot wimmelt es nur so von Must-haves aus dem Textil- und Einrichtungs-Ressort. Markenware ist stark reduziert – Designer-Outfits kosten hier bis zu 60 Prozent weniger. Dekoartikel, Accessoires und ultimative Teile namhafter Designer, alles ist hier greifbar. Doch ist wirklich alles Gold, was glänzt?

Geht bei TK Maxx alles mit rechten Dingen zu?

Etwas geheimnisumwittert ist der Klamotten-Tempel ja. Das macht ihn bei manchen noch interessanter, andere werden skeptisch. Wie sind die Preise überhaupt möglich? Warum kennt man viele der angeblich so namhaften Designer gar nicht und: ist die Qualität da wirklich immer in Ordnung? Das Unternehmen selbst gibt auf Nachfragen zu Designern und Waren keine Auskünfte und schon gar keine Pressetermine. Wer her glaubt, damit wäre die Sache doch klar, erkennt die clevere Marketing-Strategie dahinter nicht. Denn die Mundpropaganda treibt die Interessenten zu „konspirativen Treffen“ in die Läden.

Blinder Kaufrausch – TK Maxx weiß, wie man Kunden zum Kauf animiert

Der Shopping-Marathon ist der Volkssport und den Fashionbegeisterten. Seitdem die angesagte US-Sales-Kette in Deutschland ihren festen Platz hat, sind die Schnäppchenjäger auf dem Vormarsch. Egal, ob spontaner Frustkauf bei Hormonabsturz oder die gezielte Suche nach dem Ultra-Last-Minute-Fummel für die nächste Party – TK Maxx macht alle glücklich.

500 Filialen stehen in Europa bereit, in München findet sich die größte mit einer Fläche von 5000 Quadratmetern. Hier tummeln sich gleichgesinnte Modefreaks mit kleinem Geldbeutel, um den großen Coup zu machen. Großer Nachteil: Schnell muss man sein. Die Angebote sind flugs weg und auch nur für eine begrenzte Zeit zu haben.

Wie funktioniert das System des Schnäppchenhändlers?

Ebenso wie andere Outlet-Stores lebt TK Maxx von der Überproduktion bestimmter Teile und den überschüssigen Messebeständen. Hinzu kommt, dass das Sortiment teilweise mehrmals pro Woche wechselt – da muss der ein oder andere dann doch häufiger mal vorbeischauen, um nichts zu verpassen.

Längst nicht nur Designer-Mode: Accessoires und Einrichtung

Nicht nur Kleidung ist in den unübersichtlichen Gängen und Regalen von TK Maxx zu finden. Von Accessoires wie Handtaschen, Schuhen und Sonnenbrillen bieten die Läden fast alles, was man zum Leben braucht. Dekoartikel und Einrichtungsgegenstände kann man hier ebenso zu angeblich unschlagbar günstigen Preisen kaufen.

Luxus-Feeling für den Kunden – zumindest glaubt er das

Der Kunde soll den Eindruck haben, bei TK Maxx im Luxus zu leben – und alle Möglichkeiten zu haben. Lange Öffnungszeiten ermöglichen ein entspanntes Stöbern in den Gängen. Dass die Gänge aber bewusst für Verwirrung sorgen sollen, entgeht den meisten. Dabei liegt genau darin eines der Geheimrezepte: Denn so verirrt sich der Kunde in den Reihen, bleibt länger im Laden – und kauft am Ende hoffentlich mehr ein.

Schnelle Abfertigung bei TK Maxx

Umkleidekabinen sucht man bei TK Maxx meist etwas länger. Die würden zu viel Platz wegnehmen – schließlich kann man stattdessen noch mehr Waren anbieten. Dafür gibt es Filialen mit bis zu 30 Kassen – da ist eine flotte Abfertigung gesichert.

Wer Zeit mitbringt und Lust am Stöbern hat, kann bei TK Maxx sicherlich das ein oder andere Schnäppchen machen. Aber aufgepasst: Bei der vorherigen unverbindlichen Preisempfehlung wird manchmal geschummelt. Ein höherer Originalpreis verführt zum Kauf.