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Galileo

Was wurde eigentlich aus den Masern?

Staffel 202015.04.2020 • 18:00

Im Kampf gegen Corona vergessen wir schnell, dass auch andere Krankheiten uns täglich begleiten. Wie zum Beispiel die Masern. Hauptsächlich als Kinderkrankheit bekannt, erlebt sie jetzt auch einen Vormarsch bei Erwachsenen - wie gefährlich sind Masern?

Masern sind in Deutschland hauptsächlich als Kinderkrankheit bekannt. Jedoch begünstigen jüngst auftretende Faktoren einen Vormarsch der Krankheit auch bei Erwachsenen. Deshalb sollte sie auf keinen Fall unterschätzt werden.

Die Masern haben eine lange Geschichte. Erste Berichte, in denen ausgedehnte Epidemien viele Todesopfer forderten, gehen bis ins 7. Jahrhundert zurück. Auch in der Neuzeit starb z.B. nach der Entdeckung Amerikas ein großer Teil der indigenen Bevölkerung an der aus Europa importierten Krankheit.

1911 gelang es erstmals, Affen mit Masern zu infizieren um die Infektionskrankheit besser zu erforschen. 1954 konnte das Virus dann isoliert werden, was schließlich zur Entwicklung des ersten Impfstoffes im Jahr 1963 führte. Nach einer Masernerkrankung ist man lebenslang immun. Das heißt, man kann sich nicht mehr anstecken. Seit März 2020 gibt es in Deutschland für bestimmte Personengruppen eine Masern-Impfpflicht.

Wie rasant Sie sich infizieren können, welche Symptome für Masern sprechen und weshalb gerade Erwachsene besonders aufpassen müssen, erfahren Sie im Video