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3D-Drucker

Stell dir vor du brauchst einen bestimmten Gegenstand - einfach auf einen Knopf drücken und wenige Sekunden später materialisiert sich das gewünschte Objekt und steht dir sofort zur Verfügung! Zukunftsvision? Nein, 3D-Druck heißt das Zauberwort. Unser Reporter Jan Schwiderek hat herausgefunden wie das geht!

05.03.2012 20:05 | 8:41 Min | © ProSieben. ProSieben.de nutzt Material von APTN.

Simple Funktionsweise mit maximalem Erfolg

3D-Drucker galten lange Zeit als Zukunftsmusik, werden mittlerweile aber schon seit einigen Jahren in der Industrie verwendet. Die überaus kostspieligen 3D-Drucker kommen meist dann zum Einsatz, wenn Prototypen von Objekten oder sehr filigrane Gegenstände hergestellt werden müssen. Auch Objekte, bei denen es wichtig ist, dass sie aus einem Guss stammen, lassen sich mit einem 3D-Drucker optimal herstellen. Dabei ist das Funktionsprinzip eines solchen dreidimensionalen Druckgeräts eigentlich recht einfach: Gearbeitet wird mit einem sogenannten Ökokunststoff, der aus Maisstärke besteht. Diese Maisstärke wird im Druckkopf des 3D-Druckers erhitzt und dann schichtweise auf die Druckplatte aufgetragen. Dadurch entstehen dreidimensionale Objekte nach der jeweiligen Vorgabe. Wichtig ist die Software, über die der Drucker den Input vom Computer erhält. Weiterentwicklungen mit anderen Druckmaterialien sind heutzutage keine Seltenheit mehr, denn auch Essen aus dem 3D-Drucker wird in einigen Restaurants schon standardmäßig angeboten. Und dieses wird selbstverständlich nicht aus Maisstärke hergestellt.

3D-Drucker: Selber kaufen oder mitnutzen?

Einen modernen 3D-Drucker kann sich theoretisch jeder für den Hausgebrauch selbst anschaffen. Je nach Entwicklungsstand und Funktionsumfang können diese Geräte locker mehrere tausend Euro kosten. Es gibt aber auch 3D-Drucker, die schon für weniger Geld erhältlich sind, dann aber selbst zusammengebaut werden müssen. Das erfordert nicht nur Geduld, sondern auch ein wenig technisches Verständnis. Eine Alternative sind offene Arbeitsgemeinschaften und Werkstätten, die auch als FabLabs bezeichnet werden. Dort kann unter professioneller Anleitung auf 3D-Drucker und deren Funktionen zugegriffen werden. Das spart nicht nur die Anschaffungskosten für ein teures Gerät, sondern hilft auch bei der Anwendung. Gerade die Übertragung der eigenen Objektdaten an den 3D-Drucker ist alles andere als unkompliziert und erfordert ein gewisses Knowhow, welches sich Laien nur ungern aneignen wollen.

Sind die Druckergebnisse wirklich brauchbar?

Je nachdem für welchen 3D-Drucker man sich entscheidet, variieren natürlich auch die letztendlichen Druckergebnisse. Besonders bei filigranen Objekten hat so manch preiswerter 3D-Drucker seine Schwierigkeiten. Die genauen Maße werden allerdings immer zu einhundert Prozent eingehalten. Wer etwas mehr Geld investiert, kann auch andere Materialien als Kunststoff für den Druck verwenden und sich Objekte nach Herzenslust herstellen lassen. So haben amerikanische Entwickler beispielsweise Waffen mit dem 3D-Drucker hergestellt, die funktionieren. Das ist für den Hausgebrauch weniger gut geeignet, aber eine individuelle Handyhülle wie in unserem Test oder auch ein paar Lampen oder diverse Dekoartikel lassen sich ganz einfach selbst herstellen. Das kann auf Dauer nicht nur Geld sparen, sondern darüber hinaus die eigene Kreativität fördern. Was allerding beachtet werden muss: Der Druckvorgang selbst ist alles andere als schnell über die Bühne gebracht. Gerade preiswertere 3D-Drucker benötigen je nach Größe und Design des Objekts teilweise mehrere Stunden für die Anfertigung. Wer sich damit arrangieren kann, wird erstaunt sein, was sich mit einem 3D-Drucker alles per Knopfdruck produzieren lässt.