100 Sekunden: Giftspinne im Supermarkt

Giftspinne im Supermarkt

Bei einem Fall aus Baden-Württemberg musste sogar die Polizei den gesamten Supermarkt  evakuierten. Woher kommen diese Tiere? Und welche Gefahren geht von ihnen aus?
Ein Supermarkt-Mitarbeiter wird beim Auspacken einer Bananen-Kiste von einer Spinne gebissen. Die Polizei evakuiert das Geschäft und die Feuerwehr sucht in Schutzanzügen nach dem Krabbeltier.
Ihre Vermutung: der Biss stammt von einer brasilianischen Wanderspinne –  der sogenannten Bananenspinne – eine der giftigsten Tierarten weltweit. Aber wie kommen diese gefährlichen Exoten zu uns?
Laut einer Studie der Universität Bern wurden in den vergangenen 150 Jahren unbeabsichtigt mindestens 87 exotische Spinnenarten nach Europa eingeschleppt. 
Ein Grund dafür sind die schnelleren Handelswege – wie durch das Flugzeug. Die giftigen Exoten haben so mehr Chancen den Transport zu überleben.
Welche Gefahren gehen von den Tieren aus? 
Es kommt selten vor, dass ein giftiger Exot importiert wird.
Im Fall aus Baden-Württemberg hat sich der Verdacht nicht bestätigt. Der Untermieter in der Obstkiste  war eine einheimische Wolfsspinne. Ihr Biss ist nicht tödlich.
Aber: vor zwei Wochen kaufte eine Frau in London Bananen und holte sich die brasilianische Wanderspinne ins Haus. Denn an dem Obst klebte ein ganzes Spinnennest – mit hunderten kleiner Bananenspinnen. Und ihr Gift kann tödlich sein.
Was tun bei einem Spinnenfund?
Natürlich keinesfalls anfassen. Am besten die Obstkiste vorsichtig abdecken und so das Tier am Weglaufen hindern. Das kann lebenswichtig sein. Denn hat die Spinne zugebissen, hilft das dem Arzt bei der Suche nach dem richtigen Gegengift.

 

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