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Willkommen im Supermarkt der Zukunft! Das ist jetzt schon möglich

  • Veröffentlicht: 12.05.2022
  • 20:45 Uhr
  • Galileo

Roboter füllen Regale auf, Supermarkt-Mitarbeiter:innen kochen für uns und statt Kassen gibt es Apps: Märkte der Zukunft bieten so einiges. Im Clip testet unser Reporter kassenloses Bezahlen im deutschen Supermarkt.

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Das Wichtigste zum Thema Supermärkte der Zukunft

  • Ist unser Reporter ein Dieb? Oben im Clip kauft er fröhlich in einem deutschen Supermarkt ein, ohne an der Kasse zu bezahlen. Kriminell ist er aber nicht - er testet für uns eine Einkaufs-App. In Zukunft werden Supermarkt-Apps in Deutschland immer alltäglicher. Wir zeigen dir, was das Einkaufen 2.0 sonst noch bereit hält.

  • Laut Expert:innen werden Supermärkte in Zukunft weniger, dafür aber top geschultes Personal brauchen. Es muss gut ausgebildet und super informiert sein.

  • Schluss mit billig? Das Einkaufserlebnis wird den Deutschen immer wichtiger. Der Preis als Entscheidungskriterium verliert an Bedeutung.

  • Die Händler:innen achten darauf, dass sich die Kund:innen wohlfühlen. Naschen, Rezept-Ideen mitnehmen oder zwischendurch einen Kaffee trinken - all das ist möglich.

  • Immer wichtiger wird der Service, denn Supermärkte wollen Stammkundschaft gewinnen. Auch Discounter wie Lidl und Aldi investieren Milliarden, um ihre Geschäfte schöner zu machen. Wir zeigen dir die Märkte der Zukunft.

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Das bietet der Supermarkt der Zukunft

⌚️ Rund um die Uhr geöffnet - das könnten einige Supermärkte in Zukunft anbieten, wenn sie beispielsweise mit Roboter-Personal arbeiten.

✔️ Schluss mit langen Schlangen: Selbstbedienungskassen und Bezahlen mit Apps und Handy verkürzen - teilweise auch jetzt schon - die Wartezeiten.

📦 Direkt ins Haus: Der Online-Versand wird auch bei Lebensmitteln in Zukunft immer wichtiger.

🌞 Nachhaltigkeit: Schon heute investieren die Betreiber:innen in Gebäudedämmung und Solarzellen auf dem Dach. Viele installieren Ladesäulen für Elektroautos auf ihren Parkplätzen.

🍅 Dank künstlicher Intelligenz werden die Supermärkte noch genauer vorhersagen, was ihre Kundschaft am nächsten Tag braucht. Das hilft, Lebensmittelabfälle zu reduzieren.

🤖 Auf der Suche nach was Speziellem? Roboter oder Apps navigieren dich direkt zum gewünschten Produkt.

💶 Die Preisschilder sind digital - kein Personal läuft mehr durch die Gänge und tauscht sie aus. In vielen Märkten ist das schon so.

🔔 Ein leeres Regal wird automatisch gemeldet und das Produkt nachgefüllt. Zum Beispiel mit Hilfe des Roboters im Clip unten.

📱 Individuelle Angebote per Smartphone könnten dazu führen, dass jede:r Kund:in einen individuellen Preis für ein Produkt zahlt - je nachdem, was er oder sie sonst so kauft.

🛒 Bald brauchst du fürs Entsperren deines Einkaufswagen keine Münze mehr, sondern benutzt dafür eine App.

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Beim Einkaufen soll man sich jetzt viel Zeit und viel Weg sparen können - und zwar mit dem modernsten Einkaufswagen der Welt.

  • Video
  • 02:00 Min
  • Ab 12
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Digitalisiert: der Container-Supermarkt aus Schweden

In Schweden gibt es viele kleine Ortschaften, in denen normale Supermärkte keine Chance mehr haben. Während es 1985 noch rund 8.500 Supermärkte gab, waren es 2010 nur noch 3.500. Das schwedische Start-Up "Lifvs" hat die Lösung: digitalisierte Container-Supermärkte. Sie sind 22 Quadratmeter groß und werden von nur einer Sicherheitskamera überwacht. Mittlerweile gibt es in ganz Schweden über 20 solcher Shops.

Das Personal sucht man vergeblich. Zutritt erhält man per Smartphone. Mit nur einer einzigen Touchscreen-Berührung öffnet sich die Tür. Abgescannt werden die ausgewählten Artikel mit einem Barcode-Reader der App - bezahlt mit einem weiterem Klick.

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Vorteile des Container-Supermarktes

👍 Flexible Einkaufszeiten: Der Container-Supermarkt hat rund um die Uhr geöffnet: sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag.

👍 Flexible Standortwahl dank Container: Falls ein Supermarkt an einem Ort nicht funktionieren sollte, kann man ihn einfach an einem anderen Standort positionieren.

👍 Rettung kleiner Ortschaften: Um zu verhindern, dass die Menschen wegziehen, scheint der Container-Supermarkt die perfekte Lösung. So haben die Menschen alles, was sie brauchen, vor Ort.

👍 Sicherheit: Mit diesem digitalen Update wird das Einkaufen nicht nur smarter, sondern in Zeiten von Corona auch sicherer.

Nachteile des Container-Supermarktes

👎 Beschränktes Sortiment: Aufgrund der limitierten Verkaufsfläche gibt es keine große Auswahl einzelner Produkte. Man kann sich nicht zwischen drei Oliven-Sorten entscheiden, sondern hat nur eine Option.

👎 Kein Lächeln an der Kasse: Ohne Mitarbeiter:innen im Supermarkt fehlt die Beratung und der soziale Kontakt.

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Das sagt Stefan Hertel vom Handelsverband Deutschland über die Digitalisierung in Supermärkten

💬 Die Digitalisierung bietet eine große Chance für die Supermärkte, einen besseren Service aufzubauen. Das kostet aber auch viel Geld. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen können sich das nicht immer leisten.

💬 Ob die Kund:innen technische Neuerungen akzeptieren, hängt auch vom Standort des Supermarkts ab. Wer kauft dort ein, wie alt ist die Kundschaft, welche Bedürfnisse hat sie?

💬 Nicht jede:r Supermarkt-Mitarbeiter:in wird durch einen Roboter ersetzt werden. In Holland sehen wir gerade eine ganz andere Entwicklung: Da gibt es Gesprächskassen. Dort nehmen sich die Kassierer:innen Zeit für ein Gespräch mit den Einkaufenden.

💬 Am Ende wird sich das Beste aus der analogen und der digitalen Welt verknüpfen. Die Kund:innen werden langfristig über den Erfolg von Neuerungen entscheiden. Durchsetzen wird sich nur, was für sie einen wirklichen Mehrwert bedeutet.

Ausgefallene Supermarkt-Konzepte aus aller Welt

Produkte aus dem Regal nehmen, einpacken und gehen - das kann registrierte Kundschaft bei Amazon Go. Der Betrag wird automatisch vom Konto abgebucht.
Produkte aus dem Regal nehmen, einpacken und gehen - das kann registrierte Kundschaft bei Amazon Go. Der Betrag wird automatisch vom Konto abgebucht.© picture alliance/dpa
Austern schlürfen, Steaks essen und lernen, was eine Flugmango ist - das geht in Deutschlands größtem Event-Supermarkt in Düsseldorf.
Austern schlürfen, Steaks essen und lernen, was eine Flugmango ist - das geht in Deutschlands größtem Event-Supermarkt in Düsseldorf. © Zurheide Feine Kost
Der erste Unverpackt-Laden in Berlin. Hier gibt es nur Produkten ohne Verpackung zu kaufen. I Inzwischen gibt's das Konzept in fast allen größeren Städten. Tipp: Am besten Weckgläser und Tupperboxen von zuhause mitnehmen.
Der erste Unverpackt-Laden in Berlin. Hier gibt es nur Produkten ohne Verpackung zu kaufen. I Inzwischen gibt's das Konzept in fast allen größeren Städten. Tipp: Am besten Weckgläser und Tupperboxen von zuhause mitnehmen. © picture alliance/Gregor Fischer/dpa
Die kleinste Lidl-Filiale Deutschlands ist mitten in München - Parkplätze gibt es nicht.
Die kleinste Lidl-Filiale Deutschlands ist mitten in München - Parkplätze gibt es nicht.© Lidl Deutschland
Im Abenteuersupermarkt im US-Bundesstaat Connecticut werden Donuts, Torten und Mozzarella vor den Augen der Kund:innen hergestellt. Da darf Sushi natürlich auch nicht fehlen.
Im Abenteuersupermarkt im US-Bundesstaat Connecticut werden Donuts, Torten und Mozzarella vor den Augen der Kund:innen hergestellt. Da darf Sushi natürlich auch nicht fehlen.© Galileo
Im schwedischen Ullared steht der größte Supermarkt der Welt - mehr als 100.000 Produkte auf der Fläche von zehn Fußballfeldern.
Im schwedischen Ullared steht der größte Supermarkt der Welt - mehr als 100.000 Produkte auf der Fläche von zehn Fußballfeldern.© Galileo
Käse verpacken, Regale auffüllen, kassieren - wer im Mitmach-Supermarkt in Paris mitarbeitet, kann dafür günstig einkaufen. Auch in anderen Städten gibt es inzwischen genossenschaftlich organisierte Supermärkte.
Käse verpacken, Regale auffüllen, kassieren - wer im Mitmach-Supermarkt in Paris mitarbeitet, kann dafür günstig einkaufen. Auch in anderen Städten gibt es inzwischen genossenschaftlich organisierte Supermärkte. © Galileo
Produkte aus dem Regal nehmen, einpacken und gehen - das kann registrierte Kundschaft bei Amazon Go. Der Betrag wird automatisch vom Konto abgebucht.
Austern schlürfen, Steaks essen und lernen, was eine Flugmango ist - das geht in Deutschlands größtem Event-Supermarkt in Düsseldorf.
Der erste Unverpackt-Laden in Berlin. Hier gibt es nur Produkten ohne Verpackung zu kaufen. I Inzwischen gibt's das Konzept in fast allen größeren Städten. Tipp: Am besten Weckgläser und Tupperboxen von zuhause mitnehmen.
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Im Abenteuersupermarkt im US-Bundesstaat Connecticut werden Donuts, Torten und Mozzarella vor den Augen der Kund:innen hergestellt. Da darf Sushi natürlich auch nicht fehlen.
Im schwedischen Ullared steht der größte Supermarkt der Welt - mehr als 100.000 Produkte auf der Fläche von zehn Fußballfeldern.
Käse verpacken, Regale auffüllen, kassieren - wer im Mitmach-Supermarkt in Paris mitarbeitet, kann dafür günstig einkaufen. Auch in anderen Städten gibt es inzwischen genossenschaftlich organisierte Supermärkte.
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