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Haushalts-Tipps

Wäsche im Winter trocknen: Darauf solltest du achten

  • Aktualisiert: 11.01.2024
  • 11:05 Uhr
  • Anna Kaltenhauser
Wäsche trocknen im Winter
Wäsche trocknen im Winter© imago images/C3 Pictures

Darf die nasse Wäsche im Winter auf die Leine im Garten oder auf den Balkon? Wir klären, was an Frosttrocknen dran ist und warum du aufpassen musst, wenn deine Kleidung nach dem Waschen in der Wohnung trocknen soll. 

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Das Wichtigste in Kürze zum Wäsche-Trocknen im Winter

  • Auch im Winter kannst du deine Wäsche draußen trocknen, denn gefrorenes Wasser kann verdunsten: das nennt man Sublimation. 

  • Achtung, Schimmelgefahr: Hängst du im Winter nasse Kleidung in deiner Wohnung auf, kann es durch die höhere Luftfeuchtigkeit schneller zu Schimmelbildung kommen.

  • In der Wohnung kannst du Wäsche am besten im größten Raum trocknen. Bade- und Schlafzimmer sind wegen höherer Luftfeuchtigkeit nicht geeignet.

Im Video: Ein Tag in einer Großwäscherei

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Wäsche im Winter: Darum trocknet sie draußen gut

Beim Trocknen im Freien spricht man im Winter vom Frost-Trocknen. Statt eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in Räumen zu riskieren, kannst du deine nasse Wäsche auf dem Balkon oder im Garten aufhängen.

Die optimale Temperatur, um Wäsche im Winter draußen zu trocknen, ist unter Null. Denn bei konstanten Minusgraden ist die Luft sehr trocken und kann so die gefrorene Nässe in den Kleidungsstücken gut aufnehmen.

Frosttrocknen nutzt die sogenannte Sublimation, einen physikalischen Prozess bei dem Feuchtigkeit (in der nassen Wäsche) einfriert und direkt in den gasförmigen Zustand übergeht ohne sich nochmals zu verflüssigen. Bis die gesamte Feuchtigkeit in deiner Wäsche sublimiert ist, kann es rund 24 bis 48 Stunden dauern. Am besten eignen sich Wintertage mit Sonne und etwas Wind, außerdem solltest du deine Kleidungsstücke im gefrorenen Zustand in Ruhe lassen, denn sie sind etwas empfindlicher.

Idealer Raum für einen Wäscheständer? Ein großes Zimmer, das sich gut lüften lässt. 
Idealer Raum für einen Wäscheständer? Ein großes Zimmer, das sich gut lüften lässt. © IMAGO/photothek

Wäsche trocknen in der Wohnung? Darauf solltest du im Winter achten

🌡 Die optimale Luftfeuchtigkeit in deiner Wohnung liegt bei 40 bis 60 Prozent. Hängst du Wäsche auf, erhöht sich dieser Wert schnell und sorgt für ein schlechteres Raumklima.

🍄 Schimmel kann im Winter beim Wäschetrocknen in der Wohnung zum Problem werden. Durch die feuchte Wäsche steigt die Luftfeuchtigkeit und beschleunigt das Wachstum von Schimmelpilzen. Bei dauerhaften 70 Prozent Feuchtigkeit kommt es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zur Schimmelbildung.

💨 Sorge für frische Luft und lüfte regelmäßig! So kannst du die Luftfeuchtigkeit besser regulieren. Außerdem kann die trockene Luft von draußen die Feuchtigkeit der Kleidungsstücke besser aufnehmen. Im Winter gilt grundsätzlich: drei mal täglich Stoßlüftenn. Mit trocknender Wäsche im Raum solltest du einmal pro Stunde für Durchzug sorgen.

 💦 Mit einem Messgerät, dem sogenannten Hygrometer, kannst du die Luftfeuchtigkeit in deiner Wohnung messen. 

🧺 Stelle bei deiner Waschmaschine einen höheren Schleudergang beziehungsweise eine höhere Drehzahl ein, dann ist deine Wäsche nicht mehr so feucht, wenn du sie aufhängst und sie trocknet schneller.

🎽 Damit deine Klamotten schneller trocknen, kannst du sie auch kurz ausschütteln bevor sie auf dem Ständer aufgehängt werden.

🔁  Die Luft muss zwischen deiner Wäsche zirkulieren können, damit sie schneller trocknet. Sorge für genügend Abstand zwischen deinen aufgehängten Kleidungsstücken. 

🏠  Zum Aufhängen deiner Wäsche solltest du einen Raum wählen, der gut gelüftet werden kann.

🛌 Schlaf- und auch Kinderzimmer,  eignen sich eher nicht, weil hier meist schon eine höhere Luftfeuchtigkeit durchs Schwitzen und Atmen herrscht.

🛁 Auch ein kleines Bad ohne Fenster ist nicht ideal - und die Küche kommt aufgrund der starken Gerüche nicht in Frage.

Darf ich Wäsche zum Trocknen über die Heizung hängen? 

Wenn du feuchte Wäsche zum Trocknen auf einen Heizkörper legst, trocknet sie zwar schneller, aber blockiert so die warme Heizungsluft: Die warme Luft kann sich nicht optimal im Raum verteilen, auf Dauer steigt so der Energieverbrauch. Außerdem erhöht sich auch durch dieses Trocknungsverfahren die Luftfeuchtigkeit, ein ideales Raumklima für Schimmelpilze und Milben ist geschaffen: Bei einer Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent können sich Pilze und Milben noch besser vermehren.

Bei Heizungslüftern, älteren Heizungen und mobilen Heizgeräten droht sogar Brandgefahr: Egal ob feucht oder trocken, auf diese Heizungen darfst du nichts legen, die Kleidungsstücke könnten sich entzünden. Anders verhält es sich mit Handtuchheizkörpern, sie sind ideal, auch um mal Wäsche schneller zu trocknen.

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Häufige Fragen zu Wäschetrocknen im Winter

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