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Bräuche

Weihnachtsmann, Christkind und Co.: Wer bringt wo die Geschenke?

  • Aktualisiert: 20.12.2023
  • 05:00 Uhr
  • Galileo
Heute existieren Nikolaus, Christkind und Weihnachtsmann nebeneinander. Der Nikolaustag wird zusätzlich zum Heiligenabend gefeiert. Am 24. Dezember warten Kinder auf das Christkind oder den Weihnachtsmann.
Heute existieren Nikolaus, Christkind und Weihnachtsmann nebeneinander. Der Nikolaustag wird zusätzlich zum Heiligenabend gefeiert. Am 24. Dezember warten Kinder auf das Christkind oder den Weihnachtsmann.© picture alliance / dpa

Für viele Kinder in Deutschland bringt entweder der Weihnachtsmann oder das Christkind die Geschenke. Wie sieht es aber im Rest der Welt aus und wie sind eigentlich diese Traditionen entstanden? Das alles erfährst du hier.

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Traditionen zum Weihnachtsfest: Das Wichtigste in Kürze

  • Weihnachtsbaum, Geschenke, Leckereien: Vieles gehört für uns zu Weihnachten dazu. Dabei sind viele unserer Weihnachtsbräuche gar nicht so alt.

  • Bereits im Mittelalter galten die grünen Zweige der Tannenbäume als Zeichen für Hoffnung und neues Leben. 1419 wurde zum ersten Mal ein Weihnachtsbaum erwähnt. Er war mit Äpfeln, Nüssen und Lebkuchen behängt und durfte an Neujahr geplündert werden.

  • Der Weihnachtsmann wurde in Deutschland bereits 1835 in Hoffmann von Fallersleben bekanntem Lied "Morgen kommt der Weihnachtsmann" als Geschenkebringer besungen.

  • Wer weltweit die Geschenke zu Weihnachten bringt, erfährst du weiter unten.

Vom Nikolaus zum Christkind und Weihnachtsmann: So entstanden die Traditionen

Alles beginnt mit dem heiligen Nikolaus und seinen guten Taten um circa 300 nach Christus: Der wohltätige Bischof Nikolaus von Myra wird nach seinem Tod am 6. Dezember zum Schutzpatron der Kinder. Seine Geschichte entwickelt sich zum weltweiten Vorbild.
Alles beginnt mit dem heiligen Nikolaus und seinen guten Taten um circa 300 nach Christus: Der wohltätige Bischof Nikolaus von Myra wird nach seinem Tod am 6. Dezember zum Schutzpatron der Kinder. Seine Geschichte entwickelt sich zum weltweiten Vorbild.© Adobe Stock
Ab dem 14. Jahrhundert entstehen erste Nikolaus-Bräuche: Kinder dürfen Bischof spielen, werden beschenkt und zum Gedenken an den Heiligen finden Prozessionen statt. Manche dieser Traditionen werden heute noch praktiziert.
Ab dem 14. Jahrhundert entstehen erste Nikolaus-Bräuche: Kinder dürfen Bischof spielen, werden beschenkt und zum Gedenken an den Heiligen finden Prozessionen statt. Manche dieser Traditionen werden heute noch praktiziert.© Adobe Stock
Martin Luther reformiert im 16. Jahrhundert nicht nur die Kirche, sondern verändert auch die Traditionen rund um den heiligen Nikolaus. Von da an bekommen Kinder nur noch zu Jesu Geburt Geschenke - und zwar vom namentlich passenden Christkind.
Martin Luther reformiert im 16. Jahrhundert nicht nur die Kirche, sondern verändert auch die Traditionen rund um den heiligen Nikolaus. Von da an bekommen Kinder nur noch zu Jesu Geburt Geschenke - und zwar vom namentlich passenden Christkind.© Adobe Stock
Heute existieren Nikolaus, Christkind und Weihnachtsmann nebeneinander. Der Nikolaustag wird zusätzlich zum Heiligenabend gefeiert. Am 24. Dezember warten Kinder auf das Christkind oder den Weihnachtsmann.
Heute existieren Nikolaus, Christkind und Weihnachtsmann nebeneinander. Der Nikolaustag wird zusätzlich zum Heiligenabend gefeiert. Am 24. Dezember warten Kinder auf das Christkind oder den Weihnachtsmann.© picture alliance / dpa
Alles beginnt mit dem heiligen Nikolaus und seinen guten Taten um circa 300 nach Christus: Der wohltätige Bischof Nikolaus von Myra wird nach seinem Tod am 6. Dezember zum Schutzpatron der Kinder. Seine Geschichte entwickelt sich zum weltweiten Vorbild.
Ab dem 14. Jahrhundert entstehen erste Nikolaus-Bräuche: Kinder dürfen Bischof spielen, werden beschenkt und zum Gedenken an den Heiligen finden Prozessionen statt. Manche dieser Traditionen werden heute noch praktiziert.
Martin Luther reformiert im 16. Jahrhundert nicht nur die Kirche, sondern verändert auch die Traditionen rund um den heiligen Nikolaus. Von da an bekommen Kinder nur noch zu Jesu Geburt Geschenke - und zwar vom namentlich passenden Christkind.
Heute existieren Nikolaus, Christkind und Weihnachtsmann nebeneinander. Der Nikolaustag wird zusätzlich zum Heiligenabend gefeiert. Am 24. Dezember warten Kinder auf das Christkind oder den Weihnachtsmann.
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Weihnachtsmann oder Christkind: Wer bringt die Geschenke?

Trotz seines protestantischen Ursprungs hat sich das Christkind heute vor allem im süd-westlichen Raum Deutschlands durchgesetzt. Der ist überwiegend katholisch geprägt.
Die Tradition des Weihnachtsmannes ist hingegen noch recht jung. Vor allem im Osten und Norden Deutschlands warten Kinder auf den bärtigen Mann mit rotem Gewand. Sprachwissenschaftler:innen bezeichnen diese Aufteilung als "Weihnachts-Graben". Den gibt es übrigens auch in Österreich und der Schweiz.

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Wer bringt in Deutschlands die Geschenke?

Weihnachtsmann vs. Christkind - Wer bringt wo die Geschenke?
Weihnachtsmann vs. Christkind - Wer bringt wo die Geschenke?© Galileo

Zwerge, Väterchen Frost und Co.: Auf sie warten Kinder europaweit

In Europa sind die Bräuche zu Weihnachten sehr unterschiedlich.
In Europa sind die Bräuche zu Weihnachten sehr unterschiedlich.© picture alliance / dpa

In Europa gibt es verschiedenste Traditionen zu Weihnachten. Nicht nur Weihnachtsmann oder Christkind, sondern alle möglichen Gestalten - ob tierisch, menschlich oder übernatürlich - bringen die Geschenke.

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Weihnachts-Traditionen in Europa: Wer bringt die Geschenke?

❄ Dem Wetter geschuldet ist wohl die Benennung des Weihnachtsmannes in der früheren Sowjetunion, denn hier wird er mit besonderer Kälte in Verbindung gebracht: Väterchen Frost beschenkt unter anderem in Russland, der Ukraine und Mazedonien die Kinder.

🧙‍♂️ Schweden und Norwegen warten hingegen auf übernatürliche Gestalten: Hier überbringen ein Gnom und ein Zwerg die Geschenke.

🚪 In Dänemark gibt es neben dem Weihnachtsmann einen weiteren Hausbesucher: Für den trickreichen Wichtel, dort Julenisse genannt, bringen die Däninnen und Dänen sogar eine extra Wichtel-Tür an. Im Austausch gegen Essen hilft der Hausgeist bei der Geschenke-Planung des Weihnachtsmannes.

🐐 In Finnland bringt noch immer der Julbock, also ein Ziegenbock, die Geschenke. Früher war diese Tradition auch in anderen nordischen Ländern wie Schweden, Norwegen und Dänemark verbreitet.

🏔 In Island sind gleich 13 Weihnachtsmänner für die Geschenke zuständig: Die Jólasveinar beginnen ab dem 12. Dezember nacheinander mit ihrer Wanderung aus den Bergen und feiern zum 25. gemeinsam mit den Menschen Weihnachten.

👼 Das Christuskind(chen) kommt traditionell in Ungarn und Tschechien. In beiden Ländern wird seit mehreren Jahren aber auch der Weihnachtsmann immer beliebter.

👨‍👧‍👦 In England, Frankreich, Irland, der Türkei, Bulgarien oder auch Litauen bringt eine väterliche Gestalt die Geschenke: Hier wartet man auf den Weihnachtsvater oder sogar -Großvater.

🌲 Die speziellste Art, Geschenke zu überbringen, geht eindeutig nach Katalanien: Der Tió de Nadal, ein zugedeckter Holzklotz "scheißt" die Geschenke. Ja, richtig gelesen. Erst wird der Klotz von den Kindern mit Stöcken geschlagen und besungen, dann gibt's Überraschungen für die Kleinen.

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Häufige Fragen zu Weihnachtstraditionen

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