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Jeden Tag neue Anfeindungen

200 Anzeigen pro Monat: Strack-Zimmermann wehrt sich gegen Drohungen und Hassmails

  • Veröffentlicht: 24.05.2024
  • 17:18 Uhr
  • Stefan Kendzia
Die FDP-Politikerin Agnes Strack-Zimmermann erlebt nach eigenen Angaben jeden Tag Anfeindungen und wehrt sich dagegen.
Die FDP-Politikerin Agnes Strack-Zimmermann erlebt nach eigenen Angaben jeden Tag Anfeindungen und wehrt sich dagegen.© Hannes P Albert/dpa

Marie-Agnes Strack-Zimmermann muss für ihren Einsatz in der Politik täglich Anfeindungen und Drohungen ertragen. Die unter Personenschutz stehende FDP-Politikerin wehrt sich dagegen unbeirrt.

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200 Anzeigen. Pro Monat. Die FDP-Politikerin Strack-Zimmermann wehrt sich vehement, unermüdlich und zahlreich gegen Hassmails, zahlreicher Anfeindungen und Gewaltandrohungen. Seit ihrem Wahlkampfstart für die Europawahl steht sie sogar unter Personenschutz.

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Von Gewaltandrohung bis Nazisprech

So viele Anzeigen, die Agnes Strack-Zimmermann in nur einem Monat bei der Polizei aufgibt, auf so viele kommen "normale Bürger:innen" nicht in einem ganzen Leben. In einem Interview mit dem "Spiegel" berichtet die Politikerin, welche Reaktionen ihr Amt und ihre Meinung oft hervorrufen. Sie zeige "im Monat bestimmt 200 Leute" bei der Polizei an, sagte die Europa-Spitzenkandidatin. Darunter sei "oft grobe Gewaltandrohung, Nazisprech ist auch häufig dabei". Die Anfeindungen erhalten sie "im Netz und per Brief, jeden Tag" - meist in Bezug auf ihren Einsatz für Waffenlieferungen an die Ukraine: "Klar, nicht alle Menschen teilen meine Forderungen nach Waffenlieferungen an die Ukraine. Auch in der FDP sehen das manche kritisch." Dennoch rechtfertigt das derartige Reaktionen in keinem Fall.

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Sie wehrt sich erfolgreich - fast alle Prozesse werden gewonnen

Strack-Zimmermann lässt sich von Anfeindungen nicht einschüchtern, obwohl sie zugibt, "sensibler geworden" zu sein und "selbst gewisse Vorsichtsmaßnahmen" zu treffen. Unter anderem zeige sie sich so gut wie nie mir ihrer Familie. "Ich zeige im Monat bestimmt 200 Leute an", wie sie sagt. Die Gründe für eine Anzeige seien dabei vielfältig: "krassere Aussagen, oft grobe Gewaltandrohung. Nazisprech ist auch häufig dabei. Letzteres wird für die Täter vor Gericht besonders teuer." Dass sie sich wehrt, ist ihr gutes Recht und inzwischen auch erfolgreich. "Fast alle Prozesse werden gewonnen, nur die Beleidigungen "Kriegstreiberin" und "Brechmittel" wurden von verschiedenen Amtsgerichten unterschiedlich gesehen und teils gegen Geldbuße eingestellt."

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Strack-Zimmermann wird von Personenschützern begleitet

Strack-Zimmermann muss aber nicht "nur" mit Anfeindungen im Netz klarkommen. Seit ihrer Aufstellung als Europa-Spitzenkandidatin und dem Wahlkampfbeginn Anfang Januar stehe sie unter Personenschutz. "Seitdem begleiten mich bei meinen Reisen mehrere Personenschützer. Das ist ungewohnt, aber so ist es nun mal." Sie sei angesichts der Drohungen "sensibler geworden" und treffe Vorsichtsmaßnahmen: "Mit meiner Familie zeige ich mich so gut wie gar nicht in der Öffentlichkeit. Ich möchte nicht, dass sie fotografiert wird."

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  • Verwendete Quellen:
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