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Kanye West bringt Adidas in Bedrängnis

Adidas: US-Investoren verklagen Sportartikelhersteller

  • Veröffentlicht: 03.05.2023
  • 12:29 Uhr
  • Clarissa Yigit
Der Sportartikelhersteller Adidas wird von US-Investoren verklagt, nachdem dieser die Kooperation mit dem Rapper Kanye West auf Grund antisemitischer Äußerungen plötzlich beendet hatte.
Der Sportartikelhersteller Adidas wird von US-Investoren verklagt, nachdem dieser die Kooperation mit dem Rapper Kanye West auf Grund antisemitischer Äußerungen plötzlich beendet hatte.© AP Photo/Seth Wenig, File

Dem Sportartikelhersteller Adidas hängt eine Sammelklage amerikanischer Investoren an. Grund hierfür sei die abrupte Beendigung der Geschäftsbeziehung mit dem US-Rapper Kanye West wegen antisemitischer Äußerungen. Nun erwartet Adidas im laufenden Jahr Umsatzeinbußen von 1,2 Milliarden Euro.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Das Sportartikelunternehmen Adidas wird von US-Investoren auf Schadenersatz verklagt.

  • Hintergrund sei die plötzliche Beendigung der Kooperation mit dem US-Rapper Kanye West wegen antisemitischer Äußerungen.

  • Adidas wird in der Klage vorgeworfen, dass das Unternehmen unzureichende Vorsichtsmaßnahmen getroffen habe, um finanzielle Verluste abzufedern.

Kanye West – das einstige Gesicht des Sportherstellers Adidas – sorgt noch immer für Wirbel in dem Unternehmen.

Nachdem Adidas im vergangenen Oktober die Zusammenarbeit mit dem US-Rapper auf Grund wiederholter antisemitischer Äußerungen eingestellt hatte, klagen nun Investoren in den USA gegen den Sportartikelhersteller.

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Grund für die Klage

Grund sei, dass der Konzern schon seit Jahren von den problematischen Verhaltensweisen des Rappers gewusst habe, aber die Kooperation erst im vergangen Oktober beendete. Dabei habe der Sportriese unzureichende Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um finanzielle Verluste abzufedern, schreibt die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Zudem argumentieren die Kläger, dass West schon in den Jahren zuvor mit Äußerungen zur Sklaverei und zu Fragen der Hautfarbe als auch Politik für Debatten gesorgt habe. Ein Verweis auf einen Satz des Rappers aus dem Jahr 2018 solle belegen, dass Schwarze bei der Sklaverei in den USA eine "Wahl" gehabt hätten, so "ntv".

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Die Klage

Der Hauptkläger soll ein Investmentfonds aus dem US-Bundesstaat Virginia sein, berichtet die dpa. Die Klage selbst solle dabei als potenzielle Sammelklage angelegt worden sein, an die sich andere Investoren – die zwischen Mai 2018 und Februar 2023 Adidas-Aktien gekauft haben – anschließen können. Sie richtete sich neben Adidas auch gegen dessen ehemaligen Konzernchef Kasper Rorsted und Finanzvorstand Harm Ohlmeyer.

Eingereicht wurde die Klage am Freitag (28. April) bei einem Bezirksgericht im US-Bundesstaat Oregon, da sich dort der US-Sitz des Unternehmens befindet. Die Höhe der Schadensersatzforderung der Kläger ist bisher nicht bekannt.

Adidas dementiert

"Wir weisen diese unbegründeten Ansprüche entschieden zurück und werden alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um uns mit Nachdruck dagegen zu wehren", erklärte Adidas am Stammsitz des Unternehmens in Herzogenaurach am Dienstag (2.Mai) auf Anfrage.

Adidas hatte im vergangenen Jahr "mit sofortiger Wirkung" die Zusammenarbeit mit dem Musiker und Modeunternehmer beendet, nachdem dieser auf Twitter Drohungen gegen Juden ausgesprochen hatte, ergänzt "ntv".

Die aus der Kooperation zwischen Adidas und Kanye West entstandenen "Yeezy"-Produkte waren vor dem Bruch eine lukrative Einnahmequelle für den Konzern gewesen. Nun erwartet das Management im laufenden Jahr Umsatzeinbußen von 1,2 Milliarden Euro – alleine durch den Ausfall dieser Produkte. Was mit den bereits hergestellten Artikeln geschehen wird, war zuletzt noch offen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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