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Weißes Haus in Erklärungsnot

"Ausländerfeindlich": US-Präsident Biden irritiert mit Äußerung über Japan

  • Aktualisiert: 03.05.2024
  • 03:22 Uhr
  • Franziska Hursach
Bei einer Rede nannte US-Präsident Biden unter anderem den Verbündeten Japan "ausländerfeindlich".
Bei einer Rede nannte US-Präsident Biden unter anderem den Verbündeten Japan "ausländerfeindlich".© Evan Vucci/AP/dpa

Erst kürzlich gab der US-Präsident eine Kannibalen-Legende über Papua-Neuguinea zum Besten und löste damit Verwirrung aus. Jetzt irritierte Biden erneut - mit einer Aussage über den Verbündeten Japan.

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Das Wichtigste in Kürze

  • US-Präsident Joe Biden hat mit einer wenig schmeichelhaften Äußerung über den G7-Partner Japan das Weiße Haus in Erklärungsnot gebracht.

  • Der Demokrat bezeichnete Japan und China als "fremdenfeindlich" und führte Japans Ablehnung von Einwanderung als Erklärung für seine wirtschaftlichen Probleme an.

  • Bidens Aussagen brachten eine Sprecherin des Weißen Hauses in die Bredouille - sie beschwichtigte Journalist:innen und betonte, wie sehr die USA Japan schätzten.

Bei einer Versammlung von Spender:innen für seine Wahlkampagne hat US-Präsident Joe Biden mit einer wenig schmeichelhaften Äußerung über den G7-Partner Japan irritiert.

"Wissen Sie, einer der Gründe, warum unsere Wirtschaft wächst, seid ihr und viele andere", so Biden bei der Veranstaltung in der US-Hauptstadt Washington.

Weil wir Einwanderer willkommen heißen. (...) Warum gerät China wirtschaftlich so sehr ins Stocken? Warum hat Japan Probleme? Warum Russland? Warum Indien? Weil sie ausländerfeindlich sind. Sie wollen keine Einwanderer.

US-Präsident Joe Biden

Der Präsident fügte hinzu: "Einwanderer machen uns stark. Kein Witz. Das ist keine Übertreibung, denn wir haben einen Zustrom von Arbeitskräften, die hier sein und einen Beitrag leisten wollen".

USA und Japan haben enge Partnerschaft

Japan ist ein Land mit verhältnismäßig geringer Zuwanderung. Die USA und Japan sind enge Partner und gehören neben Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien und Kanada zu der Gruppe der führenden westlichen Industrienationen (G7).

Erst im April hat Biden den japanischen Ministerpräsidenten Fumio Kishida zu einem Staatsbesuch empfangen. Auch zu Indien haben die USA ein enges Verhältnis, vergangenen Sommer war der indische Premierminister Narendra Modi als Staatsgast in Washington.

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Nach Bidens Äußerungen musste die Sprecherin des Weißen Hauses zahlreichen Journalist:innen Frage und Antwort stehen.

"Das Wort ausländerfeindlich ist ein sehr abwertendes und negatives Wort, insbesondere wenn es gegen einen Verbündeten verwendet wird. Ist es das, was er meinte?", fragte ein Journalist. Die Sprecherin antwortete: "Ich glaube, der Präsident hat sich sehr klar ausgedrückt." Daraufhin wurde sie von dem Journalisten unterbrochen: "Er hat sich nicht sehr klar ausgedrückt. Das ist der Grund, warum wir nachfragen."

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Sprecherin beschwichtigt: Aussagen seien "allgemeiner Natur"

Die Sprecherin erklärte Bidens Äußerungen wie folgt: "Er hat darüber gesprochen, wer wir als Land sind, richtig? Er hat darüber gesprochen, wie wichtig es ist, in einem Land von Einwanderern zu leben."

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Das mache die USA stärker und das habe Biden vermitteln wollen. Sie betonte, dass das Verhältnis der USA zu Japan wichtig sei. "Es ist eine tiefe, dauerhafte Beziehung." Die Äußerungen Bidens bei der Wahlkampfveranstaltung seien allgemeinerer Natur gewesen.

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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