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Luftfahrt-Forschungsprojekt

Boeing und Nasa arbeiten an Passagierflugzeug der Zukunft

  • Aktualisiert: 19.01.2023
  • 17:47 Uhr
  • Clarissa Yigit
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa und der Luft- und Raumfahrttechnikkonzern Boeing wollen gemeinsam an einem Passagierflugzeug mit weniger Emissionen arbeiten. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa und der Luft- und Raumfahrttechnikkonzern Boeing wollen gemeinsam an einem Passagierflugzeug mit weniger Emissionen arbeiten. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++© Julian Stratenschulte/dpa

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa und der Luft- und Raumfahrttechnikkonzern Boeing beabsichtigen gemeinsam ein Flugzeug mit 30 Prozent weniger Emissionen zu bauen. Die Kosten liegen bei rund 1,15 Milliarden US-Dollar.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die US-Raumfahrtbehörde Nasa beabsichtige gemeinsam mit dem Luft- und Raumfahrttechnikkonzern Boeing ein neues Passagierflugzeug mit weniger Emissionen zu bauen.

  • Die Kosten liegen bei rund 1,15 Milliarden US-Dollar.

  • Ziel bis zum Jahr 2050 ist es, die Kohlenstoffemissionen auf Null zu setzen.

Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Mittwoch (18. Januar Ortszeit) mitteilte, beabsichtige das Unternehmen gemeinsam mit dem Luft- und Raumfahrttechnikkonzern Boeing an einem Passagierflugzeug mit weniger Emissionen zu arbeiten.

Wie es auf der Webseite der Nasa heißt, werde „im Rahmen des Funded Space Act Boeing mit der Nasa zusammenarbeiten, um ein Demonstrationsflugzeug in Originalgröße zu bauen, zu testen und zu fliegen und Technologien zur Senkung der Emissionen zu validieren." Dies heißt konkret, die Partner beabsichtigen, den Spritverbrauch im Vergleich zu den effizientesten heutigen Maschinentypen um bis zu 30 Prozent zu reduzieren.

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Investition von rund 1,15 Milliarden US-Dollar

Die Nasa werde 425 Millionen Dollar (395 Millionen Euro) über einen Zeitraum von sieben Jahren investieren. Boeing und seine Partner würden weitere rund 725 Millionen Dollar beisteuern. Das Projekt soll noch in diesem Jahrzehnt abgeschlossen werden.

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Nutzung in den 30er-Jahren geplant

"Von Anfang an war die Nasa bei Ihnen, wenn Sie geflogen sind. Die Nasa hat es gewagt, weiter, schneller und höher zu fliegen. Und damit hat die Nasa die Luftfahrt nachhaltiger und zuverlässiger gemacht. Das liegt in unserer DNA", erklärt Nasa-Administrator Bill Nelson.

So sei das Ziel zwischen Nasa und Boeing, dass "künftige Verkehrsflugzeuge treibstoffeffizienter werden, was der Umwelt, der kommerziellen Luftfahrtindustrie und den Passagieren weltweit zugutekommt", bekräftigt Nelson. Bei Erfolg könnten diese Technologien in Flugzeugen von Fluggesellschaften in den Dreißigerjahren genutzt werden.

Das neue Flugzeug

Die Grundlage des Demonstrationsflugzeugs soll eine sogenannte "Single-Aisle-Maschine" sein. Das ist ein Flugzeug mit schmalem Rumpf und einem Mittelgang in der Kabine. Unter dem Projektnamen "Sustainable Flight Demonstrator" (SFD) wird das Testflugzeug dann eine besondere Tragflächenkonstruktion bekommen. Nämlich besonders lange Flügel, sogenannte "Transonic Truss-Braced Wings" (TTBW), die durch diagonale Streben stabilisiert werden. Diese Bauweise ermögliche einen deutlich geringeren Luftwiderstand als ein herkömmliches Verkehrsflugzeug, teilte die Nasa mit. Somit könne es den Treibstoffverbrauch reduzieren.

Aber auch weiterentwickelte Antriebssysteme und Werkstoffe sollen den Spritverbrauch senken, wie es in der Mitteilung der US-Weltraumbehörde heißt. Die Luftfahrtindustrie hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 keine CO2-Emissionen zu verursachen.

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Ziel: Keine CO2 Emissionen bis 2050

Bob Pearce, stellvertretender Nasa-Administrator für das "Aeronautics Research Mission Directorate" ergänzt: „Die Nasa arbeitet auf das ehrgeizige Ziel hin, bahnbrechende Technologien zu entwickeln, um den Energieverbrauch und die Emissionen in der Luftfahrt in den kommenden Jahrzehnten zu reduzieren und das Ziel der Luftfahrtgemeinschaft zu erreichen, bis 2050 keine Kohlenstoffemissionen mehr zu verursachen."

  • Verwendete Quellen:
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