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Nach Ende der Null-Covid-Politik

China verkündet "Sieg" über Corona - und lobt sich für Umgang mit dem Virus

  • Veröffentlicht: 17.02.2023
  • 08:19 Uhr
  • Anne Funk
Die chinesische Regierung erklärt einen "Sieg" gegen Covid-19.
Die chinesische Regierung erklärt einen "Sieg" gegen Covid-19.© AP

Mit dem Ende der Null-Covid-Strategie in China schossen die Zahlen der Infektionen in die Höhe. Nun soll Corona in der Volksrepublik besiegt sein, so die Staatsführung, man habe alles richtig gemacht. Geschätzte Zahlen der Todesopfer sprechen eine andere Sprache.

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Einen "großen und entscheidenden Sieg" habe man im Kampf gegen das Coronavirus errungen, verkündete die chinesische Führung am Freitag (17. Februar). In einer Erklärung nach einem Treffen des Ständigen Ausschusses des Politbüros der Kommunistischen Partei hieß es, Chinas Umgang mit Covid-19 habe seit November in relativ kurzer Zeit einen "reibungslosen Übergang" erlebt. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Es habe sich in der Praxis gezeigt, dass das Zentralkomitee die pandemische Lage richtig beurteilt habe, auch bei Entscheidungen und strategischen Anpassungen habe man richtig gelegen. 

Im Video: Harter Covid-Winter in China - Hunderttausende Tote in China befürchtet

Anfang Dezember hatte die Regierung der Volksrepublik eine Null-Covid-Politik abrupt beendet, die Folge war ein rasantes Ausbreiten von Corona. Man schätzt, dass sich seither mehr als eine Milliarde Menschen infiziert haben. Offizielle Angaben, wie viele Tote es aufgrund der Pandemie in China gegeben hatte, liegen nicht vor. Doch gab es zahlreiche Berichte, dass Krematorien kaum nachkamen, die Verstorbenen einzuäschern. Während offiziell von rund 83.000 Todesfällen zwischen Dezember und Februar die Rede war, gehen unabhängige ausländische Schätzungen von bis zu 1,5 Millionen Toten aus. 

China habe ein "Wunder" geschaffen

Davon will China offenbar nichts wissen. In der aktuellen Erklärung des Politbüros wird behauptet, die Covid-19-Sterblichkeitsrate im Land sei "die niedrigste in der Welt". Zwar habe es 200 Millionen Infizierte gegeben, die medzinische Dienste in Anspruch genommen hätten, doch nur 800.000 waren ernste Fälle und seinen angemessen behandelt worden. Zahlen zu den Todesopfern legte man nach der Sitzung, die von Staats- und Parteichef Xi Jinping geleitet wurde, nicht vor. 

Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua pries nach der Erklärung die Corona-Politik der Volksrepublik. "China hat ein Wunder in der Menschheitsgeschichte geschaffen", hieß es dort. Die Lage in China verbessere sich, weltweit verbreite und verändere sich das Virus allerdings weiter.

Trotz aller Lobeshymnen rief das Politbüro die Bevölkerung aber zugleich zur Wachsamkeit auf. Das Gesundheitswesen müsse gestärkt werden und "hart errungene Erfolge" gefestigt werden. Auch müsse man die Impfquote unter älteren Menschen verbessern.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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