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Corona-Impfschäden: 253 Anträge genehmigt

  • Aktualisiert: 31.01.2023
  • 17:22 Uhr
  • Karin Holly
Eine Coronaimpfung kann Nebenwirkungen mit sich bringen. Manche berichten von gesundheitlichen Beeinträchtigungen und wollen eine Entschädigung.  
Eine Coronaimpfung kann Nebenwirkungen mit sich bringen. Manche berichten von gesundheitlichen Beeinträchtigungen und wollen eine Entschädigung.  © dpa

In Deutschland haben sich bisher 65 Millionen Menschen mindestens einmal gegen Covid-19 impfen lassen. Impfkomplikationen sind Medizinern bekannt. Durch extreme Impfschäden können Patienten auf eine Entschädigung hoffen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die meisten Nebenwirkungen der Coronaimpfung werden als harmlos eingestuft.

  • Mögliche Nebenwirkungen der Impfstoffe werden medizinisch genau beobachtet.

  • Die Aussicht auf eine Entschädigung bei Unverträglichkeit ist gering.

Nach einer Coronaimpfung können Patienten:innen mit meist relativ harmlosen Nebenwirkungen rechnen. Dazu zählen Müdigkeit, Kopfschmerzen sowie Irritationen an der Injektionsstelle. Diese Nachwirkungen der Impfung klingen relativ schnell ab, sagen Mediziner. Allerdings ist es laut "Spiegel" seit Verabreichung der Impfstoffe bei manchen Geimpften auch zu schweren Nebenwirkungen gekommen.

Bei Eintreten drastischer gesundheitlicher Schäden, die man auf eine Corona-Impfung zurückführen kann, steht Patient:innen eine mögliche Entschädigung zu. Wie der "Spiegel" berichtet, seien bisher 253 Anträge auf eine Entschädigung bewilligt worden. In Deutschland erfasst das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mögliche Nebenwirkungen - auch Ärzt:innen sind verpflichtet, Nebenwirkungen zu melden. 

Nebenwirkungen der Impfung

Das PEI berichtet, dass Herzmuskel- und Herzbeutel-Entzündungen als sehr seltene Nebenwirkungen der Biontech- und Moderna-mRNA-Impfstoffe vorkamen. Das hätte besonders junge Männer und männliche Jugendliche bei Verabreichung von Moderna betroffen, weshalb ihnen der Impfstoff Biontech empfohlen wurde.

Auch bei den Impfstoffen von AstraZeneca und Johnson & Johnson sind laut PEI seltene Nebenwirkungen aufgetreten. Es habe einzelne Fälle des Guillain-Barré-Syndroms gegeben - eine Nervenerkrankung, die zu Muskelschwäche und Lähmungserscheinungen führen kann.

Das PEI veröffentlichte jüngst einen Sicherheitsbericht, der 333.492 Verdachtsfälle zu Nebenwirkungen einer Cornona-Impfung aufführte. Demnach seien kognitive und neurologische Störungen, Herz-Kreislauf-Probleme, bleierne Müdigkeit und Kopfschmerzen weiterhin kein Risikosignal.

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Wer eine Entschädigung erhalten kann

Laut "Spiegel" muss das Versorgungsamt des jeweiligen Bundeslandes klären, ob jemandem eine Entschädigung zusteht. Dies sei nur der Fall, wenn die Komplikationen der Impfung langfristige schwerwiegende Schäden auslösen würden. Zu den anerkannten Impfschäden zählen Herzmuskelentzündungen, Sinusvenenthrombosen und das Guillain-Barré-Syndrom.

Betroffene könnten, je nachdem wie groß der gesundheitliche Schaden ist, Rentenzahlungen, Heilbehandlungen oder Hinterbliebenenversorgung erhalten. Bisher seien nur ein Bruchteil der Entschädigungs-Anträge bewilligt worden. 

  • Verwendete Quellen:
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