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Neues Buch gibt Aufschluss

"Der Fluch des Imperiums": Historiker erklärt, wann Putins Krieg endet

  • Veröffentlicht: 16.05.2023
  • 14:50 Uhr
  • Stefan Kendzia
"Der Fluch des Imperiums" untersucht auch die bizarren Geschichtsbetrachtungen des russischen Präsidenten.
"Der Fluch des Imperiums" untersucht auch die bizarren Geschichtsbetrachtungen des russischen Präsidenten.© Vladimir Smirnov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Der Münchner Historiker Martin Schulze Wessel hat in seinem neuen Buch "Der Fluch des Imperiums" Russlands imperiale Vergangenheit herausgearbeitet und dabei den Schlüssel gefunden, wie der Krieg in der Ukraine beendet werden könnte.

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Warum Russland die Ukraine überfallen hat, sieht der Historiker Martin Schulze Wessel in der imperialen Vergangenheit des Riesenreichs begründet. Denn der Ukrainekrieg hat nach Schulze eine lange Vorgeschichte. Denn schon seit der Zeit Peters des Großen sei die Ukraine das Ziel russischen imperialen Anspruchs gewesen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) zusammenfasst.

Im Video: Luxemburgs Außenminister sicher - wenn Putin gewinnt, greift er hier als Nächstes an

Putin vergleicht sich mit Zar Peter des Großen

Der Ukrainekrieg lässt sich schon auf die Zeit Peters des Großen zurückführen? Dann ist es kein Wunder, warum sich Wladimir Putin mit diesem Zaren vergleicht, unter dessen Herrschaft Russland begann, ein europäisches Imperium zu errichten. Besonders interessant ist eine Parallele, die Schulze ins Gedächtnis ruft: Polen. Auch darüber habe Russland seit dem 18. Jahrhundert Hegemonie beansprucht und will seitdem ein europäisches Imperium errichten. "Seit dieser Zeit wird es für die russische Politik selbstverständlich, Ost-Mittel-Europa zu beanspruchen. Das hat auch Wirkung auf die russische Kultur", wie Schulze in einem BR Interview sagte. Polen hat das bis heute nicht zugelassen und Russland konnte das Nationalgefühl unserer Nachbarn nicht zerstören. Ähnlich wie jetzt in der Ukraine.

Schulzes wenig schmeichelhafte Diagnose: "Die Geschichte der imperialen Expansion Russlands nach Westen kann man als die Geschichte von misslungenen Verdauungsprozessen betrachten." Nur wenn die Russen ihren imperialen Herrschaftsanspruch aufgäben und ihren eigenen Nationenbegriff klärten, werde eine friedliche Nachbarschaft möglich sein, schreibt er in seinem neu erschienenen Buch "Der Fluch des Imperiums".

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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