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Tennis

Historischer Sieg: Djokovic gewinnt die Australian Open und zieht mit Nadal gleich

  • Aktualisiert: 29.01.2023
  • 13:15 Uhr
  • Max Strumberger
Novak Djokovic hat nun 22 Grand-Slam-Titel auf dem Konto - genau so viele wie der bisherige Rekordhalter Rafael Nadal.
Novak Djokovic hat nun 22 Grand-Slam-Titel auf dem Konto - genau so viele wie der bisherige Rekordhalter Rafael Nadal. © AP Photo/Mark Baker

Das Wichtigste in Kürze

  • Letztes Jahr verpasste Novak Djokovic die Australian Open wegen Unklarheiten zu seinem Impfstatus.

  • Jetzt hat der Djoker eine triumphale Rückkehr gefeiert.

  • Im Finale bezwang er Stefanos Tsitsipas und stellt damit einen historischen Rekord ein.

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Historischer Sieg für Novak Djokovic: Der Serbe hat zum zehnten Mal die Australian Open gewonnen. Im Finale setzte sich der Djoker in drei Sätzen gegen Stefanos Tsitsipas durch und schließt mit seinem 22. Grand-Slam-Sieg zu Rekordhalter Rafael Nadal auf.

Ein Jahr nach dem Einreise-Wirbel hat Novak Djokovic seine Rückkehr zu den Australian Open mit einem triumphalen Ende gekrönt. Der serbische Tennisstar gewann das Finale am Sonntag gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas mit 6:3, 7:6 (7:4), 7:6 (7:5) und feierte seinen 22. Grand-Slam-Turniersieg. Damit zog Djokovic mit Rekordhalter Rafael Nadal gleich und setzte weitere Meilensteine in seiner beeindruckenden Karriere.

Durch den zehnten Triumph in seinem zehnten Finalmatch des Hartplatzturniers in Melbourne löst Djokovic den verletzt abwesenden Spanier Carlos Alcaraz als Nummer eins der Weltrangliste ab. Der 35-Jährige startet ab Montag in seine 374. Woche als nominell bester Tennisspieler der Welt - und vieles deutet auf eine neue lange Ära hin. Einen Tag nach dem ersten Grand-Slam-Triumph der Belarussin Aryna Sabalenka unter neutraler Flagge demonstrierte Djokovic seine Ausnahmestellung bei den Männern.

Djokovic hat nur ein Satz im ganzen Turnier verloren

Obwohl Djokovic im kompletten Turnierverlauf nur einen Satz abgab, war sein Weg zum Titel gepflastert von Hindernissen: Er stand wegen der Vorkommnisse im Vorjahr stark unter Beobachtung, wurde wegen seiner Oberschenkelprobleme teilweise der Schauspielerei bezichtigt, wehrte sich gegen Vorwürfe einer angeblich unerlaubten Toiletten-Pause und verteidigte öffentlich seinen Vater wegen eines Vorfalls mit einer pro-russischen Zuschauer-Gruppe. Sein Ex-Trainer Boris Becker bemerkte: "Es gibt viele Nebenkriegsschauplätze, die ihn in seiner Konzentration stören."

Djokovic steckte all das weg. "In meinem Fall habe ich das Gefühl, dass sich die Dinge aus dem ein oder anderen Grund anhäufen", sagte er. Es ist "keine ideale Situation", sich mit solchen Dingen abseits des Platzes beschäftigen zu müssen, "aber es ist Teil meines Lebens". Er versuche, daraus einen Vorteil für sich zu ziehen und "widerstandsfähiger und stärker" zu werden.

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Oberschenkel macht Djokovic im Finale keine Probleme mehr 

Und das bewies er auch in seinem 33. Grand-Slam-Finale. Mit herausragenden Aufschlägen, starken Returns und großer Nervenstärke wie im hart umkämpften zweiten Satz zwang Djokovic seinen griechischen Gegner, immer wieder ans Limit zu gehen, um überhaupt eine Chance zu haben.

Erstmals spielte Djokovic im Turnier ohne die weiße Bandage um seinen linken Oberschenkel, der ihn anders als noch in den ersten Runden überhaupt nicht zu behindern schien. Auch der Altersunterschied von elf Jahren und 28 Tage - der größte, den es in der Profi-Ära zwischen zwei Australian-Open-Finalisten je gab - machte sich nicht bemerkbar. Djokovic wirkte topfit, frisch und hochmotiviert.

Tsitsipas muss weiter auf Grand-Slam-Titel warten

Der 24-Jährige Tsitsipas, der die Australian Open zu seinem "Heim-Slam" auserkoren hat, fand in seinem zweiten Grand-Slam-Finale ab dem zweiten Satz deutlich besser ins Spiel und heizte damit die Stimmung in der Rod Laver Arena mit knapp 15.000 Zuschauern an. Auch auf den vielen Public-Viewing-Plätzen im Melbourne Park fieberten Tausende Besucher mit. Am Ende musste sich Tsitsipas aber wie schon im Finale der French Open 2021 Djokovic geschlagen geben.

Sabalenkas Triumph am Samstag gegen die kasachische Wimbledon-Gewinnerin Jelena Rybakina war von einer politischen Debatte begleitet worden, da die Belarussin als erste neutrale Spielerin ein Grand-Slam-Turnier gewann. Dass auf der Trophäe zwar ihr Name, nicht aber der ihres Heimatlandes Belarus eingraviert war, schmälerte ihre Freude kaum.

"Ich fühle mich immer noch wie auf einem anderen Planeten", sagte Sabalenka beim Foto-Shooting am Sonntag im auffällig verzierten rosa Kleid und in hohen blauen Schuhen: "Ich mag das Posieren - besonders als Grand-Slam-Champion. Es ist der beste Morgen meines Lebens".

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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