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Verkehrsunfälle

E-Scooter: Unfälle mit Personenschaden haben zugenommen

  • Veröffentlicht: 10.05.2023
  • 16:45 Uhr
  • Clarissa Yigit
Die Zahl der schweren Verkehrsunfällen mit E-Scootern ist im Jahr 2022 deutsch gestiegen. 
Die Zahl der schweren Verkehrsunfällen mit E-Scootern ist im Jahr 2022 deutsch gestiegen. © Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

E-Scooter erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit. Sie sind klein, wendig und benötigen wenig Platz zum Parken. Allerdings zählen sie nicht zu den sichersten Fortbewegungsmitteln.

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Die Nutzung von E-Scootern hat deutlich zugenommen – und damit auch die Unfälle. So sei im vergangenen Jahr die Zahl der Unfällen, bei denen Menschen zu Schaden gekommen sind, mit 8.260 registrierten Vorkommnissen um rund 49 Prozent gestiegen, schreibt die Deutsche Presse-Agentur (dpa) und beruft sich dabe auf eine Mitteilung des "Statistischen Bundesamtes" vom Mittwoch (10. Mai) in Wiesbaden.

Zudem kam es zu 309 Unfällen mit schwerwiegendem Sachschaden, wie auf der Internetpräsenz des Bundesamtes nachzulesen ist.

Außerdem seien elf Menschen tödlich verunglückt; im Vorjahr seien es noch fünf gewesen.

Im Jahr 2022 wurden somit insgesamt 1.234 Menschen schwer verletzt (davon 1.090 E-Scooter Nutzer:innen) –  7.651 Menschen leicht (davon 6.255 Fahrer:innen eines Elektrorollers).

Im Video: Aus für E-Scooter in Paris: Kommt jetzt das Verbot auch in Deutschland?

Verunglückte meist selbst mit Roller unterwegs gewesen

Den Angaben zufolge waren mehr als 80 Prozent der Verunglückten selbst mit dem Elektroroller unterwegs – darunter auch zehn der elf ums Leben gekommenen Menschen.

Hauptsächlich in Städten kommen diese motorisierten Fahrzeuge zum Einsatz. Daher seien auch knapp 65 Prozent der "Unfälle mit Personenschaden" in Städten mit mindesten 100.000 Einwohnern registriert worden. Von den Fahrer:innen seien circa 40,2 Prozent jünger als 25 Jahre gewesen.

Keinen Unfallgegner gab es bei rund 36 Prozent der "Unfälle mit Personenschaden".

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Ursachen für die Unfälle

  • falsche Benutzung: 18,6 Prozent
  • Alkohol: 18 Prozent
  • zu schnell: 7,20 Prozent

In 8.497 Fällen kritisiert die Polizei Fehlverhalten der Fahrer:innen. Auch könnten hiervon mehrere bei einem Unfall zusammenkommen, so das Bundesamt.

Nicht mitgezählt wurden Unfälle, die auf unachtsam abgestellten E-Scooter zurückzuführen sind.

Allerdings spielten die Unfälle mit E-Scootern im gesamten Unfallaufkommen (288.000 Verkehrsunfällen mit Personenschaden) nur eine geringe Rolle. Mit lediglich 2,9 Prozent waren die Elektroroller im vergangenen Jahr an den registrierten Unfällen beteiligt – 2021 seien es noch 2,1 Prozent gewesen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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