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Weltraumereignis

Ein Loch in der Sonne könnte am Wochenende Polarlichter hervorrufen

  • Veröffentlicht: 28.03.2023
  • 16:13 Uhr
  • Clarissa Yigit

Ein weiteres Loch in der Sonne wurde entdeckt. Diese ist rund 18 bis 20 mal größer als die Erde. Da das Loch sich am Äquator befinde, sei es durchaus möglich, dass nach dem Überschreiten des Zentralmeridians ein schneller Wind am Wochenende auf der Erde zu sehen sei, so ein Forscher.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein gigantische Loch wurde in der Sonne entdeckt.

  • Daher könnten am Wochenende (31. März bis 2. April) Sonnenwinde mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 1,8 Millionen Kilometer pro Stunde auf die Erde geschickt werden.

  • Gefahr für die Erde bestehe allerdings keine.

In den vergangenen sieben Tagen war die Sonne extrem aktiv. Bereits am Donnerstag ( 23. März) und Freitag hatten sich starke Sonnenwinde und Polarlichter angekündigt. Für das kommende Wochenende (31. März bis 2. April) wird mit der Sichtung eines "gigantischen Lochs" an der Oberfläche der Sonne gerechnet – das zweite seiner Art.

Alle elf Jahre solch ein Schauspiel

Wie "Business Insider India" schreibt, sei die zweite Formation rund 18 bis 20 mal so groß wie die Erde und wurde in der Nähe des Äquators gesichtet. Somit sei das Loch etwas kleiner als das Letzte. Zwar seien solche Phänomenen nicht ungewöhnlich, allerdings würde sie normalerweise an den Polen des Sterns auftreten, schreibt "futurzone.de".

Zurzeit nähert sich die Sonne dem Höhepunkt ihrer Aktivität. Diesen erreicht sie etwa alle elf Jahre. Hierbei wandern diese "Löcher" jedoch immer weiter zur Mitte, wie "futurzone.de" berichtet.

"Da er sich am Äquator befindet, ist es so gut wie garantiert, dass wir einige Tage nach dem Überschreiten des Zentralmeridians schnellen Wind auf der Erde sehen werden", beschreibt Mathew Owens, Professor für Weltraumphysik an der "University of Reading" die daraus resultierenden Konsequenzen. Bis Freitag (31. März) könnten daher Sonnenwinde mit einer Geschwindigkeit von 800 Kilometern pro Sekunde (ungefähr 1,8 Millionen Kilometer pro Stunde) auf die Erde geschickt werden.

"Ich rechne damit, dass in der Nacht von Freitag auf Samstag dieser Woche schnelle Winde von diesem koronalen Loch auf die Erde treffen werden", grenzt Daniel Verscharen, außerordentlicher Professor für Weltraum- und Klimaphysik am University College London, den Zeitraum gegenüber "Business Insider India" nochmals ein.

Dabei sei ein solches "Weltraumereignis“ wahrscheinlicher, wenn das Loch nach Süden ausgerichtet ist. Dies wisse man bisher aber noch nicht, so Verscharen.

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Polarlichter möglich

Koronale Löcher setzen Sonnenwinde in den Weltraum frei. Diese können unter Umständen Satelliten beschädigen aber auch Polarlichter hervorrufen, sobald sie die Erde erreichen. Gefahr bestehe nach Angaben der beiden Wissenschaftler auf Grund dieses "koronalen Loches " für die Erde allerdings keine.

Jedoch könnte es dazu beitragen, dass in einigen Teilen der Welt Polarlichter ausgelöst werden. Es sei nun zu erwarten, dass die Polarlichter durch die auftreffenden Winde der Sonne heller werden – allerdings nicht so hell, wie die der letzten Woche, beschreiben die Forscher.

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