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"Metaverse" bereitet größte  finanzielle Probleme

Facebook-Konzern Meta verdient mehr als gedacht

  • Aktualisiert: 02.02.2023
  • 17:51 Uhr
  • Clarissa Yigit
Meta gibt am Mittwoch (01. Februar) die Zahlen für das vierte Quartal 2022 bekannt.
Meta gibt am Mittwoch (01. Februar) die Zahlen für das vierte Quartal 2022 bekannt. © Foto: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

Der Facebook-Mutterkonzern Meta fährt geringere Verluste im vergangenen Quartal ein als erwartet. Dennoch hält der Sparkurs von Firmengründer Mark Zuckerberg an – genauso wie das Verlustgeschäft in dem umstrittenen "Metaverse".

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Facebook-Mutterkonzern Meta verbuchte zum vergangenen Quartal einen Umsatzrückgang von lediglich vier Prozent – weniger als erwartet.

  • 2023 solle ein "Jahr der Effizienz" werden, wie Mark Zuckerberg erklärt.

  • Die Sparte Reality Labs fährt allerdings weiterhin enorme Verluste ein.

Trotz eines erneuten Umsatzrückgangs hat der Facebook-Konzern Meta im vergangenen Quartal besser abgeschnitten als erwartet. So sank der Umsatz des Konzerns im Jahresvergleich um vier Prozent auf gut 32,16 Milliarden US-Dollar (rund 29,3 Milliarden Euro). Erwartet wurden sogar noch etwas niedrigere Erlöse von 31,5 Milliarden US-Dollar.

In diesem Zuge machte die Aktie am Donnerstag (2. Februar) einen Kurssprung von rund 20 Prozent im vorbörslichen Handel. Auch die Aktienrückkäufe schraubte Meta um 40 Milliarden US-Dollar (rund 37 Milliarden Euro) hoch. Außerdem wurden von Gründer und Chef Mark Zuckerberg weitere Kostensenkungen in Aussicht gestellt.

Im Video: "Meta wird kleiner": Zuckerberg bereitet Facebook-Konzern auf Sparkurs vor

Wie stehen die Aussichten für 2023?

Wie Zuckerberg mitteilte, solle 2023 ein "Jahr der Effizienz" werden. "Stärker und wendiger" zu sein würde im Fokus liegen.

Damit Entscheidungen schneller getroffen werden können, würde der Konzern zudem "Schichten im mittleren Management entfernen", schreibt die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Auch sollen Projekte, die nicht die gewünschten Ergebnisse liefern, schneller gestoppt werden.

Bei den Anzeigen aus der Reisebranche und dem Gesundheitsbereich zeichnet sich bereits Erholung ab. Auch wachsen die Nutzerzahlen weiter.

Insgesamt prognostizierte Meta für das laufende Quartal einen Umsatz zwischen 26 und 28,5 Milliarden US-Dollar. Zumindest näher zum oberen Ende der Spanne liege das über der Analysten-Erwartung von gut 27 US-Milliarden, wie die dpa berichtet. Der Konzern könnte damit auch ein Umsatzplus schaffen – und dies nach mehreren Quartalen mit schrumpfenden Erlösen. Der Vergleichswert liegt bei 27,9 Milliarden US-Dollar aus dem ersten Vierteljahr 2022.

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Sparmaßnahmen durch Stellenabbau

Im vergangenen Herbst hatte Meta bereits den Abbau von rund 11.000 Stellen bekanntgegeben. Umstrukturierungskosten von 4,2 Milliarden US-Dollar verbuchte das Unternehmen für das Quartal.

Auch sollen die Ausgaben im laufenden Jahr niedriger als zuvor veranschlagt ausfallen. Dies sei unter anderem durch geringere Investitionen in Rechenzentren möglich.

"Metaverse" kostet Meta viel Geld

Die Sparte Reality Labs (virtuelle Realität), die zum "Metaverse" gehört, verbuchte im vergangenen Quartal einen operativen Verlust von rund 4,3 Milliarden US-Dollar. Der Konzern erlitt im gesamten Jahr 2022 ein operatives Minus von 13,7 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von lediglich 2,16 Milliarden US-Dollar.

Reality Labs ist in das "Metaverse", einen von Meta geschaffenen Bereich, der für die Entwicklung digitaler Welten zuständig ist, einzuordnen. Der Verlust der Reality Labs werde, nach Ansicht von Finanzchefin Susan Li, in diesem Jahr vermutlich noch höher ausfallen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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