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Gesundheit

Krebspatienten werden in Kliniken weniger versorgt 

  • Veröffentlicht: 02.02.2023
  • 15:35 Uhr
  • Stefan Kendzia
Im Jahr 2021 sind deutlich weniger Krebspatienten in Kliniken versorgt worden. Grund ist auch die Corona-Pandemie.
Im Jahr 2021 sind deutlich weniger Krebspatienten in Kliniken versorgt worden. Grund ist auch die Corona-Pandemie.© Hannibal Hanschke/dpa

Die wenigsten stationären Krebsbehandlungen seit 20 Jahren. Was sich wie ein Sieg in der Krebstherapie anhört, ist leider keine positive Nachricht. Denn Krebs gehört auch nach wie vor zur vierthäufigsten Ursache, die erkrankte Patient:innen zu einem Klinikaufenthalt zwingt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • So wenige stationäre Krebsbehandlungen wie seit 20 Jahren nicht mehr.

  • Corona hatte Einfluss auf Krebsbehandlungen in Krankenhäusern.

  • Krebserkrankungen leider weiter erheblich auf dem Vormarsch.

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, sind während der Corona-Pandemie deutlich weniger Krebspatient:innen stationär aufgenommen und behandelt worden. Das Statistische Bundesamt gibt zum Weltkrebstag am 4. Februar bekannt, dass im Jahr 2021 mit insgesamt 1,44 Millionen versorgten Menschen so wenige stationäre Krebsbehandlungen gezählt wurden, wie seit 20 Jahren nicht mehr. 

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Corona hat Einfluss auf stationäre Behandlungen

Grund für den niedrigsten Stand an stationären Krebsbehandlungen seit zwei Jahrzehnten ist aber kein Erkrankungsrückgang, sondern "Die hohe Auslastung der Krankenhäuser durch Covid-19-Patientinnen und -Patienten, das Freihalten von Bettenkapazitäten und verschärfte Hygienekonzepte führten dazu, dass "planbare" Behandlungen verschoben wurden", so das Statistische Bundesamt. On top wird vermutet, dass sich viele Menschen aus Angst vor Corona einen Krankenhausaufenthalt gespart haben, wenn es vermeidbar war. Bleibt nur zu hoffen, dass durch das immer mehr in den Hintergrund tretende Corona-Thema auch wieder mehr Patient:innen ihre Krebserkrankung stationär behandeln lassen.

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Krebs generell auf dem Vormarsch

Michael Baumann, Chef des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), fürchtet, dass Krebserkrankungen in den kommenden Jahren "erheblich" zunehmen werden - auch aufgrund einer immer älter werdenden Bevölkerung. Einziges Mittel dagegen seien bessere Vorbeugungsmaßnahmen: "Wir werden die Prävention deutlich stärker aufstellen müssen und sind auch dabei."

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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