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"Werden hart durchgreifen"

 Lawrow droht EU mit Konsequenzen für Unterstützung der Ukraine 

  • Aktualisiert: 04.04.2023
  • 20:59 Uhr
  • Anne Funk

Die Unterstützung der Ukraine durch die EU sei nicht zu verzeihen, wie Sergej Lawrow in einem Interview deutlich machte. Der russische Außenminister drohte, man werde, sollte es nötig werde, mit dem Westen hart ins Gericht gehen.

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Die Beziehung zwischen Russland und der EU ist alles andere als gut - Schuld daran habe aber nicht das Land Wladimir Putins, sondern die Europäische Union selbst. Zumindest, wenn es nach dem russischen Außenminister Sergej Lawrow geht. Der westliche Staatenbund habe Russland "verloren", so Lawrow in einem am Dienstag (4. April) veröffentlichten Interview mit der staatlichen Zeitung "Argumenty i Fatky" (AIF). 

"Es sind die EU-Mitgliedsländer und die Staats- und Regierungschefs der EU, die offen erklären, dass es notwendig ist, Russland eine - wie sie es nennen - strategische Niederlage zuzufügen", erklärt der Außenminister weiter. Kiew nannte er ein "kriminelles Regime", welches durch die EU mit Waffen und Ausbildern beliefert werde.

Lawrow: Russland werde "hart durchgreifen"

Russland habe sich bereits entschieden, wie es Europa angehen wolle. Man habe die Absicht, mit dem Staatenbund hart ins Gericht zu gehen, sollte es nötig sein. "Als Antwort auf feindselige Schritte werden wir, wenn nötig, auf der Grundlage der nationalen Interessen Russlands und der in der diplomatischen Praxis akzeptierten Prinzipien der Gegenseitigkeit hart durchgreifen."

Indem der Westen über eine ungleiche Beziehung und Moskaus Abhängigkeit von Peking spreche, versuche er außerdem einen Keil zwischen China und Russland zu treiben, so Lawrows Vorwürfe. Chinas Präsident Xi Jinping und Kremlchef Putin hätten zuletzt bei ihren zehnstündigen Gesprächen die "strategische Partnerschaft" zwischen den beiden Ländern über einen "ausschließlich bilateralen Kontext" hinaus vorangetrieben. "Natürlich fühlen wir uns kameradschaftlich verbunden und sind bereit, bei der Verteidigung der grundlegenden Interessen des jeweils anderen Seite an Seite zu stehen", sagte Lawrow der AIF.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters
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