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Champions League

Am Ende der Träume: Manchester City gewinnt Champions League Finale

  • Aktualisiert: 10.06.2023
  • 23:42 Uhr
  • Carolin Ritter
Manchesters John Stones jubelt nach gewonnenem Finale.
Manchesters John Stones jubelt nach gewonnenem Finale.© Nick Potts/PA Wire/dpa

Manchester City ist Champions-League-Sieger: Mit dem 1:0 im Finale gegen Inter Mailand macht das Team um Trainer Pep Guardiola und Kapitän Ilkay Gündogan das historische Triple perfekt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Manchester City gewinnt mit Pep Guardiola die Champions League.

  • Mit 1:0 setzten sich die Cityzens im Finale in Istanbul gegen Inter Mailand durch.

Im Video: "Wie im Märchen": Gündogan emotional nach Champions-League-Triumph

Der englische Fußball-Meister Manchester City hat erstmals die Champions League gewonnen. Die Mannschaft um den deutschen Nationalspieler Ilkay Gündogan und Star-Trainer Pep Guardiola setzte sich im Finale am Samstag in Istanbul mit 1:0 (0:0) gegen Inter Mailand durch.

Manchester macht Triple perfekt

Den einzigen Treffer der Partie erzielte der Spanier Rodri (68. Minute). Für City war es nach mehreren vergeblichen Anläufen und zwei Jahre nach der Final-Niederlage gegen den FC Chelsea der erste Triumph in der Königsklasse.

Damit machte die Mannschaft um den früheren BVB-Stürmer Erling Haaland auch das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions-League-Triumph perfekt. Das war in England zuletzt Manchester United 1999 gelungen. City tat sich in einem umkämpften Endspiel gegen die defensivstarken Italiener lange schwer, steckte aber auch den Schock der verletzungsbedingten frühen Auswechslung von Starspieler Kevin De Bruyne (36.) weg.

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Henkel-Traum für Gündogan 

Der im Finale sehr engagierte Gündogan erfüllte sich in seinem dritten Finale endlich den langgehegten Traum vom Henkelpott. Sein DFB-Teamkollege Robin Gosens, der bei Inter in der 76. Minute eingewechselt wurde, reist ohne den großen Titel zur Nationalmannschaft. Kurz vor Schluss legte der Außenbahnspieler eine riesige, aber letztlich vergebene Chance für Romelu Lukaku auf (88.).

Für Guardiola war es bereits der dritte Champions-League-Triumph nach zwei Titeln mit dem FC Barcelona – und eine persönliche Genugtuung. Nach seinen gescheiterten Versuchen mit den Bayern und jahrelang auch mit Man City waren Zweifel an seiner Trainer-Qualität in großen Spielen aufgekommen. Doch diesmal verzichtete er auf Experimente und vertraute seinem eingespielten Starensemble.

Der Spanier und sein Gegenüber Simone Inzaghi gestikulierten an der Seitenlinie energisch von der ersten Minute an, beide riefen lautstark Anweisungen auf den Rasen. Zufrieden wirkte Guardiola schon in der ersten halben Stunde überhaupt nicht, sein Ausnahmeteam hatte deutlich mehr Mühe als allgemein erwartet worden war.

Am Ende drehte sich jedoch die Partie

Bernardo Silva kam zwar im Strafraum mit dem linken Fuß zum ersten aussichtsreichen regulären Abschluss in Minute 6. Inter zog sich aber keineswegs zurück, sondern spielte sich insbesondere über die linke Seite von Federico Dimarco immer wieder gefährliche nahe an den Strafraum des zu Beginn unsicher wirkenden Manchester-Torwarts Ederson. Im Mailänder Sturm strahlte der inzwischen 37 Jahre alte, einstige Wolfsburger Bundesliga-Meister Edin Džeko bis zu seiner Auswechslung nach knapp einer Stunde altbekannte Robustheit aus.

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Erdogan als Ehrengast im Stadion

Auf der Tribüne verfolgten zahlreiche Ehrengäste, allen voran der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan an der Seite von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, das Final-Spektakel, das zunächst gar keines war. Beide Team belauerten sich mit hoher Intensität, im City-Mittelfeld ordnete Kapitän Gündogan das Spiel mit Ruhe. Seine Ablage auf De Bruyne leitete der Belgier mit Tempo zu Erling Haaland weiter. Der frühere Dortmunder, der schon vor der Partie praktisch uneinholbar Torschützenkönig des Wettbewerbs war, scheiterte aber an Inter-Torwart Andre Onana (27.).

Ohne de Bruyne zum Sieg

Nur wenige Minuten später rieb sich Guardiola sorgenvoll über die raspelkurzen Haare, als De Bruyne auf dem Rasen am Oberschenkel behandelt werden musste (30.). In der 36. Minute verließ der Starspieler sichtlich niedergeschlagen den Platz - und bittere City-Erinnerungen wurden wach. Vor zwei Jahren im Endspiel gegen den FC Chelsea (0:1) war die verletzungsbedingte Auswechslung von De Bruyne nach einer Stunde der endgültige Wendepunkt zugunsten der Londoner gewesen. Ohne den Ausnahmespieler war City nicht mehr der Ausgleich gelungen.

Am Samstagabend erholte sich der englische Meister, jetzt mit Phil Foden, bis zur Pause halbwegs. Von der fast schon gewohnten Dominanz - beispielsweise aus den Viertelfinalspielen gegen die Bayern - war aber wenig zu sehen. Der frühere Dortmunder Manuel Akanji versuchte es mit einem Distanzschuss, auch das sagte etwas über die konzentriert arbeitende Inter-Defensive aus (45.+1).

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Dimarco trifft nur die Latte

Kurz nach der Pause lag auch Gündogan nach einem Foul des früheren Bundesliga-Profis Hakan Calhanoglu auf dem Rasen, der 32-Jährige konnte aber weiterspielen. Inter hatte die City-Offensive in der Phase weiterhin bemerkenswert gut im Griff. Der polnische Schiedsrichter Szymon Marciniak musste allerdings auch öfter eingreifen, um die zunehmende Härte beider Team unter Kontrolle zu bekommen.

Ein Missverständnis in der City-Abwehr hätte fast zur Inter-Führung durch Lautaro Martínez geführt, doch Ederson passte auf (59.). Die Szene, die Guardiola hatte auf die Knie fallen lassen, wirkte wie ein Weckruf auf die Cityzens, die jetzt stärker wurden. Rodri traf mit einem überlegten Schuss von der Strafraumgrenze mit der Innenseite, Tausende Man-City-Fans jubelten. Nur gut zwei Minuten später zeigte Dimarco mit seinem Kopfball an die Latte aber, dass noch nichts entschieden war (70.). Auch, weil auf der Gegenseite Foden eine riesige Chance vergab (76.).

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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