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Nachschub für die Front

Menschenhandel für Ukraine-Krieg? Festnahmen auf Kuba

  • Aktualisiert: 08.09.2023
  • 16:43 Uhr
  • Stefan Kendzia
Auf Kuba sollen gezielt junge Männer angesprochen worden sein, sich für den Dienst in der russischen Armee zu melden.
Auf Kuba sollen gezielt junge Männer angesprochen worden sein, sich für den Dienst in der russischen Armee zu melden. © REUTERS

Scheinbar nutzt Russland jede Möglichkeit, um weitere Soldaten für seinen grausamen Krieg gegen die Ukraine zu rekrutieren. Auf Kuba sollen jetzt Menschenhändler im Einsatz sein, um für "Nachschub" zu sorgen.

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Rekrutieren Menschenhändler auf Kuba Soldaten für Russland? Vorstellbar ist es, nachdem Tausende russische Soldaten seit Beginn des Ukraine-Kriegs bereits gefallen sind. Jetzt sind 17 Personen auf der Karibik-Insel festgenommen worden, die unter dem Verdacht des Menschenhandels stehen.

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Kuba geht rigoros gegen Menschenhändler vor

Auch wenn Russland und Kuba traditionell freundschaftliche Beziehungen pflegen: Die kubanische Regierung geht rigoros gegen mutmaßliche Rekrutierungsversuche von kubanischen Söldnern für Russlands Krieg in der Ukraine vor, so die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Teilweise würden die Kubaner auch mit falschen Versprechungen nach Russland gelockt. "Kuba vertritt eine klare Haltung gegen das Söldnertum und setzt sich bei den Vereinten Nationen aktiv gegen diese Praxis ein", hieß es in der Stellungnahme des Außenministeriums. "Kuba beteiligt sich nicht an dem Krieg in der Ukraine. Wir gehen entschlossen gegen jeden vor, der sich von unserem Hoheitsgebiet aus an der Rekrutierung oder dem Söldnerwesen beteiligt, mit dem Zweck, dass kubanische Bürger die Waffen gegen irgendein Land erheben."

Jetzt hat die kubanische Regierung laut "NTV" erklärt, ein mutmaßliches illegales russisches Rekrutierungs-Netzwerk aufgedeckt zu haben, das Kubaner für "Militäroperationen in der Ukraine" abwirbt. Inzwischen sind in diesem Zusammenhang 17 Personen verhaftet worden. Den Verdächtigen sollen je nach Schwere und Art der Tat bis zu 30 Jahre Gefängnis, lebenslange Haft oder die Todesstrafe drohen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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