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Ukraine-Krieg

Merz warnt vor weiteren Konflikten mit Gefahr "atomarer Eskalation"

  • Aktualisiert: 23.02.2023
  • 13:28
  • Julian Ragauskas

Kurz vor dem Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine hat CDU-Chef Friedrich Merz vor einer atomaren Eskalation durch weitere Konflikte gewarnt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • CDU-Chef Friedrich Merz hat sich besorgt gezeigt über die Gefahr einer atomaren Eskalation auf der Welt.

  • Denn der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine könnte ein Anstoß für weitere Konflikte sein.

  • Denn neben China seien laut Merz mit Nordkorea und dem Iran zwei zukünftige Atommächte auf dem gleichen Weg wie Russland.

Friedrich Merz warnt vor einer atomaren Eskalation durch weitere Konflikte im Ukraine-Krieg.  Der CDU-Chef befürchtet, dass sich der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine "noch als das 'kleinere' Problem erweisen könnte". "So schrecklich er uns heute zu Recht erscheint", fügte Merz in seinem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" hinzu.

Sorge um China, Nordkorea und Iran

Mit China sowie Nordkorea und dem Iran seien mindestens eine atomare Großmacht und zwei zukünftige Atommächte auf dem gleichen Weg wie Russland. Einem Weg "der militärischen Drohung und Anwendung von Gewalt gegen benachbarte Regionen oder gleich gegen die gesamte bisherige politische Ordnung".

Uns stehen möglicherweise gleich mehrere weitere militärische Konflikte bevor, die jeweils das Risiko einer atomaren Eskalation in sich tragen.

Friedrich Merz, "Handelsblatt"

Dabei müssten Atomwaffen gar nicht zum Einsatz kommen. "Schon ihre reine Existenz verändert jedes Kriegsgeschehen. In Europa und den USA verhindert die Angst vor dem Einsatz der russischen Atomwaffen bis heute einen noch wirksameren Schutz der Ukraine durch EU und Nato", so Merz.

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Thema Abrüstung wird wieder präsent

Für den Westen folge daraus, dass wieder über Abrüstung gesprochen werden müsse. "Der letzte große Abrüstungsvertrag wurde am 7. Dezember 1987 zwischen den damaligen Präsidenten Ronald Reagan und Michail Gorbatschow in Washington unterzeichnet." Dem Abkommen sei allerdings eine Demonstration der Stärke vorausgegangen. "Diesen Selbstbehauptungswillen müssen EU und Nato heute erneut aufbringen." Der russische Angriff dürfe andere autoritäre Regime nicht ermutigen, in ihrer Region Gleiches zu versuchen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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