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Shitstorms gegen Profis

Müller, Sané, Goretzka: FC-Bayern-Stars setzen sich gegen Hass im Netz ein

  • Veröffentlicht: 21.03.2023
  • 17:14 Uhr
  • Anne Funk
Die Fußballstars Thomas Müller (links), Leroy Sané (Mitte) und Leon Goretzka haben in einer ungewöhnlichen Aktion auf das Problem von Hass-Kommentaren im Internet aufmerksam gemacht.
Die Fußballstars Thomas Müller (links), Leroy Sané (Mitte) und Leon Goretzka haben in einer ungewöhnlichen Aktion auf das Problem von Hass-Kommentaren im Internet aufmerksam gemacht.© Sven Hoppe/dpa

Indem sie echte Kommentare aus dem Internet vorlesen, machen die Bayern-Stars Müller, Sané und Goretzka auf Hass und Shitstorms aufmerksam. Das Video wurde auf mehreren Social-Media-Kanälen veröffentlicht.

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"Halt besser dein unqualifiziertes Maul." "Früher war es Mia San Mia, heute nur noch Ausländer." "Ich spucke auf euch, ihr Missgeburten." "Möge euer Teambus brennen, ihr Versager." - Mit einer ungewöhnlichen Aktion haben die Fußballprofis Thomas Müller, Leon Goretzka und Leroy Sané auf das Problem von Hass-Kommentaren im Internet aufmerksam gemacht.

Die Stars des FC Bayern lesen in einem am Dienstag (21. März) auf verschiedenen Social-Media-Kanälen veröffentlichten Video echte Beleidigungen und Beschimpfungen von User:innen vor. Die vorgetragenen Sätze sind teilweise sehr schockierend, einige Wörter mussten sogar mit einem Piepton unkenntlich gemacht werden. Punktuell solle das Video auch im Fernsehen in Sportumfeldern gezeigt werden.

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Aufklärung und Unterstützung

Mit der in Zusammenarbeit mit dem Hauptsponsor Deutsche Telekom in Leben gerufenen Kampagne "Gemeinsam gegen Hass im Netz" wolle man aufklären und Betroffene unterstützen. "Ich habe in meiner Profi-Zeit in der Bundesliga erlebt, was verbale Entgleisungen und Aggressionen anrichten können", so Bayerns Vorstandschef Oliver Kahn. "Im Netz bleiben diese Hass-Kommentare der Öffentlichkeit oft verborgen. Wir brauchen hier mehr Transparenz."

Auch Telekom-Markenchef Uli Klenke machte auf die Auswirkungen von Hass-Kommentaren, Shitstorms und Mobbing aufmerksam. Sie könnten "das Miteinander im realen Leben und im digitalen Raum" vergiften. "Alle sollen sich ohne Ängste im Internet bewegen können", hofft Klenke.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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