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Millionenschwere Wiedergutmachung

Nach Beinahe-Unglück: Boeing zahlt 160 Millionen Dollar Abfindung für 737-Stilllegung

  • Veröffentlicht: 05.04.2024
  • 13:26 Uhr
  • Stefan Kendzia
Nach der 737-Stilllegung zahlte Boeing der Fluggesellschaft Alaska Airlines 160 US-Millionen Dollar als Wiedergutmachung für entgangene Einnahmen.
Nach der 737-Stilllegung zahlte Boeing der Fluggesellschaft Alaska Airlines 160 US-Millionen Dollar als Wiedergutmachung für entgangene Einnahmen.© REUTERS

Die wochenlange Stilllegung von 737-Boeing-Maschinen kommen den Flugzeugbauer teuer zu stehen.

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Der Flugzeugbauer Boeing hat mit seinen Maschinen des Typs 737 Max schon länger gewaltige Probleme. Nach zwei Abstürzen 2019 und 2020 mit Hunderten Todesopfern und einem anschließenden, nahezu weltweiten Flugverbot, kam es im Januar erneut zu Zwischenfällen samt Stilllegungen. Jetzt zahlte Boeing eine millionenschwere Wiedergutmachung.

Im Video: Ermittlungen gegen Boeing - Flugzeughersteller fällt durch Sicherheitstests

Weitere Entschädigungen wahrscheinlich

Das ist wohl erst der Anfang: Boeing zahlte an die Fluggesellschaft Alaska Airlines eine Entschädigung in Höhe von 160 Millionen US-Dollar für entgangene Einnahmen und entstandene Mehrausgaben aufgrund der Stilllegung ihrer 737-Maschinen. Im Januar war es beinahe zu einer Flugzeugkatastrophe gekommen. Es werde sogar noch mit weiteren Entschädigungen gerechnet, so die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

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Ein Zwischenfall im Januar mit einer so gut wie neuen Boeing 737-9 Max von Alaska Airlines hätte zu einer ausgewachsenen Katastrophe werden können. Denn noch während des Steigflugs, auf etwa 3.660 Metern Höhe, platzte die Abdeckung einer zusätzlichen Notausgangstür im hinteren Rumpfbereich heraus. Wie durch ein Wunder waren die Sitzplätze in der Nähe des Lochs unbesetzt. Die mehr als 170 Passagier:innen kamen weitgehend mit dem Schrecken davon.

Die Unfallermittlungsbehörde NTSB geht nach ersten Untersuchungen davon aus, dass vier Befestigungsbolzen an dem Rumpfteil fehlten. Es könnte sich daher um ein Problem der Qualitätskontrolle handeln. Boeing steht nun nach dem Vorfall unter verstärktem Druck, hier deutlich nachzubessern. Neben Alaska Airlines musste nach dem Zwischenfall unter anderem auch die US-Fluggesellschaft United viele Flugzeuge bis Ende Januar am Boden lassen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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