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Ukraine-Krieg

Nach fast zwei Jahren Krieg: Putin sieht Russland wieder als "Großmacht"

  • Veröffentlicht: 29.11.2023
  • 08:37 Uhr
  • Max Strumberger

Der Kreml-Herrscher sieht Russland nach knapp zwei Jahren seines Angriffskrieges gegen die Ukraine wieder als "Großmacht" auf der Weltbühne. Das Land habe "seine Souveränität als Weltmacht" zurückerlangt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Russland ist laut Kremlchef Putin wieder eine "Weltmacht".

  • Der Krieg gegen die Ukraine sei ein Erfolg.

  • Außerdem seien die angeblichen Versuche des Westens, Russland zu Fall zu bringen zum Scheitern verurteilt.

Nach fast zwei Jahren seines Angriffskriegs gegen die Ukraine sieht Kremlchef Wladimir Putin Russland wieder als "Großmacht" auf der Weltbühne. "Wir sind stärker geworden”. Das sagte Putin in einer Videobotschaft zur Tagung des Weltkonzils des Russischen Volkes, einer Organisation unter Schirmherrschaft der russisch-orthodoxen Kirche.

Die Annexion ukrainischer Gebiete durch Russland, die international als Bruch des Völkerrechts gesehen wird, hob er als Erfolg hervor. Russland habe "seine Souveränität als Weltmacht" zurückerlangt und gefestigt, so Putin. Der Westen, der Russland im Zuge des Krieges mit Sanktionen belegt hat, sieht das Land hingegen als wirtschaftlich geschwächt und auf internationaler Bühne isoliert.

Putin warf dem Westen vor, durch ein Vormachtstreben Elend und Chaos in Russland säen zu wollen, um es zum Zerfall zu bringen. Solche Versuche seien zum Scheitern verurteilt, so der 71-Jährige wenige Monate vor der Präsidentenwahl. Bei dem Urnengang im März wird eine neue Kandidatur Putins für eine fünfte Amtszeit erwartet.

Putin nutzt Auftritt als Wahlkampfrede für anstehende Präsidentschaftswahl

Putin nutzte die Versammlung, an der in Moskau auch Vertreter von Politik, Wirtschaft und Kultur sowie von anderen Religionen teilnahmen, als eine Art Wahlkampfrede und stellte Russland als "Vorkämpfer einer gerechteren Weltordnung" dar. "Ohne ein souveränes und starkes Russland ist keine dauerhaft stabile Weltordnung möglich", sagte er - zugeschaltet aus Sotschi am Schwarzen Meer. Dabei ließ Putin in einer Schweigeminute auch der Toten seines Krieges gedenken.

Die von Russland angegriffene Ukraine sieht das Land hingegen als einen "Terrorstaat", der anderen nach Freiheit strebenden Völkern eine Diktatur aufdrücken will. Putin hat mit seinem Krieg, den er am 24. Februar 2022 begonnen hatte, Tod und Zerstörung über das Nachbarland gebracht.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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