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Das Wichtigste für Fahrgäste

Nach vorzeitigem Streik-Ende: Was für Bahnreisen ab Montag gilt

  • Veröffentlicht: 28.01.2024
  • 12:56 Uhr
  • Michael Reimers
Nach dem Streikabbruch der GDL gilt wieder der normale Fahrplan der Deutschen Bahn.
Nach dem Streikabbruch der GDL gilt wieder der normale Fahrplan der Deutschen Bahn.© Swen Pförtner/dpa

Ab Sonntag 18 Uhr rollt der Güterverkehr wieder, ab Montag 2 Uhr soll auch im Personenverkehr der normale Fahrplan gelten. Die Zugbindung ist aber weiterhin aufgehoben.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Das vorzeitige Ende des Lokführerstreiks hat zur Folge, dass der Personenverkehr statt ab Montag (29. Januar) 18 Uhr bereits ab 2 Uhr wieder rollt.

  • Im Fern- und Regionalverkehr rechnet die Bahn aber dennoch weiterhin mit einigen Ausfällen.

  • Für den ursprünglichen Streikzeitraum gebuchte Fahrkarten können später genutzt werden.

Das vorzeitige Streik-Ende der Lokführer bedeutet, dass zum Betriebsstart am Montagmorgen (29. Januar, 2 Uhr) der größte Teil des Verkehrs auf der Schiene wieder nach Fahrplan läuft. Einige Ausfälle sowohl im Fern- als auch im Regionalverkehr wird es aber absehbar noch geben, teilte die Bahn mit. Auch wenn der reguläre Fahrplan wieder gilt, werden demnach nicht alle Züge wie gewohnt unterwegs sein.

Ein Großteil der Züge werde planmäßig verkehren. "Ab 2 Uhr am Montag versuchen wir im Fernverkehr wieder weitestmöglich das normale Angebot zu fahren. Da kommt es aber natürlich im Lauf des Montags vereinzelt noch zu Einschränkungen", sagte Konzernsprecherin Anja Bröker. Im Regionalverkehr erwartet die Bahn regionale Unterschiede beim Neustart nach dem Streik. "Auch da wird es am Montag sicherlich noch hier und da etwas ruckeln", sagte Bröker.

Im Video: Umfrage - So viele Bürger:innen betrifft der Bahnstreik

Gilt bei Tickets für Montag nun wieder die Zugbindung?

Während des Streikzeitraums hatte die Bahn die Zugbindung für Fahrkarten aufgehoben. Damit sollte Fahrgästen ermöglicht werden, ihre Reisen flexibel zu verschieben und bei Bedarf nach dem Streik nachholen zu können. Dieses Angebot bleibt nach Angaben der Bahn trotz der Verabredung zwischen Bahn und Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) über das vorzeitige Streik-Ende bestehen. "Alle Fahrgäste, die ihre ursprünglich für Mittwoch, 24.1.2024, bis Montag, 29.1.2024, geplante Reise verschieben möchten, können weiterhin ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen", teilte der Konzern mit. Die Zugbindung sei aufgehoben.

Informationen über den Fahrplan ab Montag veröffentlicht die Bahn eigenen Angaben zufolge auf ihrer Website und in der App DB Navigator. "Wir sind jetzt dran, alle unsere Fahrplaninformationen in die Auskunftsmedien zu übertragen, sodass jeder weiß, was am Montag möglich ist", sagte Sprecherin Bröker. Zudem würden Tausende Zugfahrten und die Schichten der Mitarbeiter über das Wochenende neu geplant, damit der Neustart am Montagmorgen gelinge.

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Droht bald erneut Streik bei der Bahn?

Zumindest für die nächsten fünf Wochen bis einschließlich 3. März dürften weitere Arbeitskämpfe bei der Bahn ausbleiben. Der Konzern hat sich mit der GDL darauf verständigt, ab dem 5. Februar unter Ausschluss der Öffentlichkeit und bei Bedarf mit Moderator:innen über neue Tarifverträge zu verhandeln. Ziel ist es der Bahn zufolge, bis Anfang März zu einem Abschluss zu kommen. Wenn das gelänge, seien weitere Streiks bei der Deutschen Bahn auch in den nächsten Monaten ausgeschlossen.

Ohne Einigung wären jedoch auch längere Streiks jederzeit wieder möglich. Seit der Urabstimmung unter den GDL-Mitgliedern darf Gewerkschaftschef Claus Weselsky dieses Mittel jederzeit anwenden, sofern ihn kein Arbeitsgericht stoppt. Die Gewerkschaft und der Konzern haben sich darauf  verständigt, dass die Verhandlungszeit über den 3. März ausgeweitet werden kann. Falls die Verhandlungsoffensive komplett scheitert, stehen die Zeichen erneut auf Eskalation und damit wieder auf Arbeitskampf.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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