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Nahost-Krieg

Netanjahu über Rafah-Offensive: Sieg innerhalb von Wochen

  • Veröffentlicht: 26.02.2024
  • 05:05 Uhr
  • Rebecca Rudolph
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will die Hamas in einigen Wochen besiegen.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will die Hamas in einigen Wochen besiegen.© Abir Sultan/AP/dpa

In einem TV-Interview zeigt sich Israels Regierungschef überzeugt von einem zeitnahen Sieg über die Hamas: "Der totale Sieg ist in Reichweite".

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Das Wichtigste in Kürze

  • Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich im Gaza-Krieg siegessicher gezeigt.

  • Sobald die angekündigte Militäroffensive auf Rafah im Süden des Küstengebiets begonnen habe, werde Israel siegen, so Netanjahu.

  • Ägypten, Katar und die USA bemühen sich unterdessen weiter, zwischen Israel und der Hamas zu vermitteln.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat im Gaza-Krieg einen Sieg über die islamistische Hamas innerhalb von Wochen prophezeit, sobald die angekündigte Militäroffensive auf Rafah im Süden des Küstengebiets begonnen habe.

Der "totale Sieg" sei in Reichweite. "Nicht in Monaten, sondern in Wochen, sobald wir mit der Operation beginnen", sagte Netanjahu in der am Sonntag (25. Februar, Ortszeit) ausgestrahlten TV-Sendung "Face the Nation" des US-Fernsehsenders CBS. Der Regierungschef sagte außerdem, sollte es zunächst zu einem Abkommen über eine Feuerpause kommen, "wird es sich etwas verzögern". 

Aber es wird geschehen. Wenn wir keine Einigung haben, werden wir es trotzdem tun. Es muss getan werden. Denn der totale Sieg ist unser Ziel, und der totale Sieg ist in Reichweite.

Benjamin Netanjahu

Internationale Kritik für die geplante Offensive

Die geplante Offensive auf Rafah, der an Ägypten grenzenden südlichsten Stadt im Gazastreifen, wird international heftig kritisiert. Weil in Rafah 1,5 Millionen Palästinenser:innen auf engstem Raum und unter elenden Umständen Schutz vor den Kämpfen in den anderen Teilen des abgeriegelten Küstengebiets suchen, rufen selbst Verbündete wie die USA Israel zur Zurückhaltung auf.

Netanjahu ist jedoch zur Offensive in Rafah fest entschlossen. Es sei unmöglich, das Kriegsziel der Eliminierung der Hamas zu erreichen, wenn vier Hamas-Bataillone in Rafah verblieben, hatte der Regierungschef auch schon zuvor immer wieder betont.

Im Video: Israel hält an Gaza-Offensive auf Rafah fest: "Werden uns Druck nicht beugen"

Ägypten, Katar und die USA bemühen sich unterdessen weiter, zwischen Israel und der Hamas zu vermitteln und möglichst vor Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan eine Feuerpause zu erreichen, die auch zu einer Freilassung der israelischen Geiseln in der Gewalt der Hamas führen soll. Der für Muslime heilige Monat Ramadan beginnt um den 10. März.

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Netanjahu stellt neue Forderungen für ein Abkommen mit Hamas

Medienberichten zufolge soll Netanjahu neue Forderungen für ein Abkommen mit der islamistischen Hamas erhoben haben. Demnach müssten alle ranghohen palästinensischen Häftlinge als Bedingung für ihre Freilassung im Austausch gegen Geiseln in der Gewalt der Hamas nach Katar geschafft werden, berichtete die Zeitung "Times of Israel" am Sonntagabend unter Berufung auf Informationen des Senders Channel 12.

Netanjahu habe diese Forderung bei Beratungen des Kriegskabinetts erwähnt, als die israelische Delegation über die in Paris erzielten Verhandlungsfortschritte informierte.

Im Video: Notfallsanitäter über chaotische Lage in Rafah: "Unfassbare Masse an Menschen"

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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